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Fußball-Deutschland zittert um den Knöchel von Nico Schlotterbeck (26)! Der DFB-Verteidiger war beim 2:1 gegen die Elfenbeinküste in Toronto nach 13 Minuten umgeknickt, hatte sich noch bis zur Halbzeit durchgekämpft und sich dann auswechseln lassen. Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) hatte bereits bestätigt, dass das Innenband betroffen ist und öffentlich befürchtet: „Es sieht nicht gut aus – leider!“

BILD erfuhr jetzt: Bereits im Stadion soll es noch eine erste Untersuchung gegeben haben. Mit alles andere als guten Aussichten …

Schlimme Befürchtung bei Schlotterbeck

Nach BILD-Informationen haben die Ärzte den schlimmen Verdacht, dass sich Schlotterbeck das Band am Sprunggelenk gerissen hat. Bereits als er nach der Auswechslung vor der Trainerbank saß, war das Gelenk unter seiner linken Socke auffällig dick. Am heutigen Sonntag soll eine MRT-Untersuchung am Quartier-Ort in Winston-Salem die exakte Diagnose bringen. Bestätigt sich die Befürchtung, könnte die WM für den BVB-Star gelaufen sein.

Am Sonntag-Vormittag absolvierte die Mannschaft ohne Schlotterbeck ein Regenerationstraining. Auffällig: Zu Beginn der Einheit suchte Nagelsmann das Gespräch mit Mannschaftsarzt Jochen Hahne (47). Beide setzten sich auf eine Mauer am Rande des Platzes, führten ein bemerkenswert ausführliches Gespräch von weit über zehn Minuten Dauer. Der Verdacht liegt nahe, dass es dabei vor allem auch um Schlotterbeck ging.

Beim DFB hoffen nun alle auf Entwarnung. Mit gerissenem Band weiterzuspielen, wäre extrem gefährlich. Dies könnte zum kompletten Bandabriss, chronischer Instabilität und langfristigen Schäden führen. Nur bei einem Teilriss oder einer Dehnung versuchen Top-Profis manchmal, mit Tapes, Spritzen oder Schmerzmitteln weiterzuspielen. Empfehlenswert ist das aber nicht.

Zumindest etwas Resthoffnung bleibt. Denn Schlotterbeck konnte bei der Landung am späten gestrigen Abend in Winston-Salem zumindest wieder lachen – in Anwesenheit seiner Frau Sabrina und eines der beiden gemeinsamen Kinder. Die Treppe am Flugzeug hatte er ohne Humpel-Bewegungen hinunterlaufen können.

Ein Schlotterbeck-Ausfall wäre für alle Seiten maximal bitter: Nagelsmann müsste auf eine seiner wichtigsten Säulen verzichten, der Dortmunder ist in der Innenverteidigung neben Jonathan Tah (30) gesetzt. Die Vertreter im Kader: Antonio Rüdiger (33/Real Madrid), Waldemar Anton (29/Dortmund) und Malick Thiaw (24/Newcastle). Eine Nachnominierung ist nicht mehr möglich. Anders als im Fall Lennart Karl (18/Bayern), der sich noch vor Turnierstart verletzt hatte und durch Assan Ouédraogo (20/Leipzig) ersetzt worden war.

Für Schlotterbeck wäre es der nächste Ausfall innerhalb kürzester Zeit. Vergangene Saison war er mehrere Monate wegen eines Meniskusrisses ausgefallen. BILD berichtete bereits: Auch auf seine nähere Karriere-Zukunft könnte ein Ausfall negativen Einfluss haben. In seinem neuen BVB-Vertrag bis 2031 ist eine Ausstiegsklausel verankert, die es ausgewählten Klubs erlaubt, ihn bis zum Ablaufdatum in der Woche nach dem WM-Finale (19. Juli) für eine festgeschriebene Ablösesumme von 50 bis 60 Millionen Euro vorzeitig zu verpflichten. Zu den drei eingetragenen Klubs gehört nach BILD-Informationen auch Real Madrid. Zuletzt hatte es neue Gerüchte gegeben, dass Real-Trainer José Mourinho (63) einen neuen Linksfuß für die Innenverteidigung suche und dabei speziell auch Schlotterbeck im Visier habe.

Noch hoffen bei Schlotterbeck alle auf Entwarnung …