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Schlammschlacht nach Südkoreas WM-Aus. Die Asiaten scheitern schon in der Vorrunde. Im Anschluss verkündet Nationaltrainer Hong Myung-bo (57) seinen Rücktritt. Damit reagiert er auch auf ein Statement von Südkorea-Präsident Lee Jae Myung (62). Denn Südkoreas Staatsoberhaupt hat nach dem WM-Aus gegen den Trainer geschossen.

In einem Statement auf X kritisiert Lee die Ernennung von Hong als Nationaltrainer. Seiner Meinung nach stand bei der Auswahl des Trainers die Kompetenz nicht im Vordergrund: „Es hat sich erneut gezeigt, dass das Personal entscheidend ist. Wenn inkompetente Führungskräfte aufgrund ihrer Loyalität und nicht aufgrund ihrer Fähigkeiten ausgewählt werden, ist das katastrophale Ergebnis völlig vorhersehbar.“

Über das Vorrunden-Aus sagt Lee: „Ich bin nicht nur überrascht von diesem unerwarteten Ergebnis – ich bin völlig fassungslos.“ Gleichzeitig kündigt er weitreichende Reformen für den Fußball in Südkorea an, um ein erneutes Vorrunden-Aus zu verhindern.

Präsident Lee Jae Myung fordert Analyse

Lee: „Angesichts der Tatsache, dass selbst für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft erhebliche Steuergelder und staatliche Fördermittel investiert werden, fordere ich das Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus auf, die genauen Umstände dieses Vorfalls gründlich zu untersuchen, die Ursachen zu analysieren und umfassende Maßnahmen zur Vermeidung einer Wiederholung sowie zur Verbesserung zu entwickeln. Wir werden Reformen in der Sportverwaltung zügig vorantreiben, um sicherzustellen, dass so etwas nie wieder passiert.“

Hong hatte Südkorea bei der Heim-WM 2002 als Kapitän zu einem sensationellen 4. Platz geführt. Schon bei der WM 2014 war er Trainer der Asiaten. Kurios: Damals schied er ebenfalls als Gruppenletzter hinter Belgien, Algerien und Russland in der Vorrunde aus. Im Juli 2024 kehrte er dann als Nachfolger von Jürgen Klinsmann (61) zur Nationalmannschaft Südkoreas zurück.