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Boston – Droht der WM der nächste Schiri-Zoff? Nach dem Viertelfinal-Aus gegen Frankreich (0:2) spricht Marokkos Nationaltrainer Mohamed Ouahbi (49) über das erste Gegentor. Dabei wirft er die Frage auf, ob der Treffer von Kylian Mbappé wegen eines möglichen Handspiels im Vorfeld nicht hätte zählen dürfen.

Ouahbi nach Abpfiff: „Einige Spieler haben aufgehört zu spielen, weil sie ein Handspiel gesehen haben. Und es war definitiv ein Handspiel!“ Dabei räumt er aber auch ein, dass es nicht zwingend eine Fehlentscheidung gewesen sei: „Ich weiß allerdings nicht, ob es hätte gepfiffen werden müssen oder nicht – da habe ich keine Ahnung ...“

Worum geht es? 60. Minute: Bei einem Zweikampf zwischen Marokkos Brahim Diaz und Frankreichs Rabiot springt die Kugel möglicherweise vom eigenen Körper aus kurzer Entfernung an den Arm von Rabiot. Einige Marokko-Stars heben den Arm, beschweren sich bei Schiedsrichter Facundo Tello (Argentinien). Doch der lässt weiterspielen. Während einige Marokkaner kurz stehen bleiben, schlägt Digne eine Flanke, die Ex-Bayern-Star Mazraoui klären kann. Nachdem Rabiot ein Kopfballduell gewinnt, fällt der Ball Mbappé 16 Meter vor dem Tor vor die Füße, der Kapitän schlenzt ansatzlos ins lange Eck – drin (60.).

Mbappé trifft 13 Sekunden nach dem möglichen Handspiel

Fakt ist: Das Reklamieren der Marokkaner ist nicht die Ursache für das Gegentor, das 13 Sekunden später fällt. Das sieht auch Marokko-Trainer Ouahbi so: „Letztlich war es aber eine Einzelaktion von Kylian Mbappé, die zum Tor geführt hat.“ Aber fraglich ist, warum der VAR die Szene nicht nochmal überprüft hat.

Über das Aus in der Neuauflage des WM-Halbfinals von 2022 (auch damals gewann Frankreich 2:0) sagt Ouahbi: „Wir müssen weiter an uns glauben. Wir werden jetzt nicht aufgeben. Wir müssen an den Grundlagen arbeiten und dafür sorgen, dass wir bei Verletzungen auf einen größeren und stärkeren Kader zurückgreifen können.“