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Jürgen Klinsmann (61) wurde mit Deutschland 1990 Weltmeister und betreute die DFB-Auswahl bei der Heim-WM 2006. Vor unserem letzten Vorrundenspiel am Donnerstag (22.00 MESZ) in New Jersey gegen Ecuador sprach Klinsmann am Rande einer Veranstaltung im „German House of Soccer“ über die WM und die DFB-Auswahl.

Klinsi über die Diskussionen, ob Deniz Undav (29) gegen Ecuador von Anfang an spielen soll: „Es ist doch ganz normal, dass Deniz hungrig ist, dass er anfangen will. Aber der Trainer entscheidet. Das Allerwichtigste ist: Wir können Leute von der Bank bringen, die ein Spiel drehen, wie Deniz das gegen die Elfenbeinküste getan hat. Also: Es ist eine Win-win-Situation.“

... über Deutschlands bisherige Auftritte: „Ich bin wirklich happy mit der Mannschaft. Ich bin happy auch mit den Fans, die zahlreich in die USA kamen, um die Mannschaft zu unterstützen. Das haben wir in Katar und auch in Russland (dort fanden die vergangenen zwei WM-Turniere statt; d. Red.) nicht gesehen. Die Unterstützung ist ganz wichtig für die Mannschaft.“ 

Und weiter: „Von außen betrachtet, scheint eine gute Kameradschaft da zu sein, die Jungs kommen gut miteinander aus, die haben eine gute Stimmung, die haben Lust auf Fußball. Und wenn sie die Lust beibehalten, dann können sie auch weit kommen.“

Deutschland braucht Elfmeterschießen für den Titel

… über ein WM-Finale mit deutscher Beteiligung: „Ich schätze mal, da werden bis zum Endspiel, wenn wir da hinkommen, mit Sicherheit zwei Elfmeterschießen mit dabei sein. Also, es wird richtig spannend. Aber ich traue es der Mannschaft auf jeden Fall zu.“ 

… über den nächsten Gegner Ecuador: „Ecuador hat sich unter Wert verkauft. In beiden Spielen haben sie gut gespielt (0:1 gegen die Elfenbeinküste, 0:0 gegen Curaçao; d. Red.).“

… über den bisherigen Turnierverlauf: „Es ist bis jetzt eine tolle WM. Ich finde es klasse, dass die Gastgeberländer richtig gut drauf sind: also Kanada, Mexiko und die USA. Das hilft dem Turnier ungemein.“

Klinsmann weiter: „Genauso, dass die sogenannten Favoriten – also die fünf, sechs Europäer und zwei Südamerikaner – präsent sind.“ Klinsmann meint: Frankreich, Spanien, Portugal, England, die Niederlande, Argentinien, Brasilien – und Deutschland.