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Heißes Diskussions-Thema nach Schlusspfiff! Die Frage, die auch die Stars nach der 1:2-Pleite im letzten Gruppenspiel beschäftigte: Wollte Ecuador den Sieg mehr als wir? Während Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) und Star-Keeper Manuel Neuer (40) eher relativierten, sprach Kapitän Joshua Kimmich (31) Klartext. Hintergrund: Zwar standen der Gruppensieg und der Einzug ins WM-Sechzehntelfinale bereits vor dem Spiel fest – doch die Leistung der Nationalmannschaft sorgte für reichlich Gesprächsbedarf.

Kimmich: „Was mich am meisten ärgert …“

Der Bayern-Star sprach hinterher in den Stadion-Katakomben zwar ruhig und sachlich, wirkte vom DFB-Auftritt aber sichtlich genervt und angefressen. Sein Haupt-Kritikpunkt: „Was mich am meisten ärgert, ist, dass man das Gefühl hatte, dass der Gegner mehr gewinnen wollte als wir.“ Und: „Dass der Gegner, unabhängig von der Konstellation, griffiger ist und mehr auf Sieg spielt als wir das wollen.“ Kimmich weiter: „Man hat natürlich gemerkt, dass der Gegner das Spiel gewinnen musste, das Spiel gewinnen wollte – und das am heutigen Tag definitiv mehr als wir.“

Nagelsmann ordnete das Thema hinterher etwas anders ein. Auf die Frage, ob man wegen des bereits zuvor feststehenden Gruppensiegs das letzte Prozent Engagement rausgenommen habe, reagierte der Bundestrainer so: „Nein, bitte hört auf mit dem Quatsch, ehrlich. Haben die Jungs heute nicht Vollgas gegeben?“ Nagelsmann nach dem Einwand von Moderator Johannes B. Kerner („Die anderen wollten es ein bisschen mehr“): „Die haben ein bisschen mehr Risiko genommen in vielen Aktionen. Natürlich haben wir anders gewechselt, als wir gewechselt hätten, wenn wir zwingend noch ein Tor gebraucht hätten. Aber ich kann keinem Spieler sagen, er hat nicht Gas gegeben. Das ist mir viel zu plakativ.“

Neuer analysierte hinterher ähnlich wie Nagelsmann: „Der Druck lag aufseiten der Ecuadorianer. Wir standen vorher schon als Gruppensieger fest. Dennoch ist es ein WM-Spiel und wir wollen jedes Spiel gewinnen. Wir haben heute nicht unsere beste Leistung gezeigt, aber ich kann keinem unterstellen, dass er nicht alles gegeben hat.“

Eine Diskussion, die auch die Fans bewegt – und die jetzt eine klare Leistungssteigerung erwarten. Kommenden Montag (22.30 Uhr MESZ) steigt in Boston das erste K.o.-Spiel, der Gegner ist noch offen. Kimmich: „Erstmal müssen wir eine Analyse machen und die Dinge ansprechen, die wir nicht gut gemacht haben. Das wird der Trainer auch sicherlich tun.“