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San Francisco — Die Eidgenossen sind nur noch die Leidgenossen! Die WM hat ihren ersten Schocker – und die Schweiz mittendrin. Unsere Nachbarn kassieren in ihrem Auftaktspiel gegen Außenseiter Katar in Gruppe B den Last-Minute-Ausgleich – 1:1 in der Nachspielzeit!

Schweizer Fans und Medien sind außer sich! Der „BLICK“ titelt: „KATARstrophe zum WM-Auftakt! Wüsten-Kicker schocken die Nati spät! Aufwachen!“ Harte Kritik gibt es an der mangelnden Chancenauswertung der Mannschaft von Murat Yakin (51), der in der Bundesliga beim VfB Stuttgart und 1. FC Kaiserslautern gespielt hat: „Eine Schweizer Nati hatte in diesem Jahrtausend noch nie mehr Offensivaktionen als in diesem Spiel! Am Ende schleicht man aber bloß mit einem Punkt vom Rasen.“ Nati — so nennen die Schweizer übrigens ihre Nationalmannschaft.

Nach WM-Blamage: „KATARstrophe!“ Presse-Spott für Schweiz

Interessant: Der „BLICK“ enthüllt, dass die Mannschaft trotz 35 Grad in der Mittagssonne Kaliforniens darauf verzichtet hat, die auf der Ersatzbank installierte Klimaanlage zu nutzen – „während diese auf der Bank der Kataris auf Hochtouren läuft.“ Warum die Yakin-Elf so entschieden hat, ist bisher nicht bekannt.

Außerdem berichtet der „BLICK“ von einem Wutausbruch Yakins, der wütend eine Wasserflasche nach dem Gegentor weggeworfen habe. Die Schweizer Fans sind daheim gefrustet, verlassen die vielen Public-Viewing-Locations schnell und mit langen Gesichtern.

Der „SRF“, der größte Sender des Landes, spottet: „Zu wenig Zielwasser getrunken! Nati verspielt sicher geglaubte 3 Punkte in der Nachspielzeit. Statt der eingeplanten drei Punkte reist man nur mit einem Zähler weiter nach Los Angeles und ist damit deutlich mehr unter Druck. Eines ist klar: So hat sich die Nati den WM-Auftakt nicht vorgestellt.“

Klar ist: Die Mannschaft flog schon kurz nach dem katastrophalen Start zurück ins Team-Quartier nach San Diego. Am Sonntag ist ein Regenerationstag geplant – Medienaktivitäten sind nicht geplant. Man will sich anscheinend abschotten und in Ruhe sammeln. Am Donnerstag (21 Uhr, MagentaTV live) steigt das zweite Gruppenspiel. Gegner in Los Angeles ist Bosnien-Herzegowina.