An der allerersten Fußball-Weltmeisterschaft 1930 nahm Peru teil, scheiterte dann bei dem Turnier in Uruguay allerdings in der Vorrunde. Für die laufende XXL-WM konnte sich das Land nicht qualifizieren. Doch ganz offensichtlich fiebern die Einwohner Perus mit vollem Herzen mit – und haben einen absoluten Liebling! Denn plötzlich heißen Hunderte Kinder Haaland!
Wie die peruanische Meldebehörde jetzt mitteilte, gibt es einen regelrechten Haaland-Hype in dem Andenstaat. 468 Kinder in Peru tragen den Nachnamen des norwegischen Torjägers nun als Vornamen, weitere 91 Säuglinge wurden komplett Erling Haaland genannt.
„Haaland ist auch Peruaner“
Behördensprecher Ivan Torres bestätigte beim Sender „Panamericana Television“: „Fußballstars dienen den Peruanern als Inspiration, ihre Kinder mit diesen Namen registrieren zu lassen. Haaland ist auch Peruaner.“
Fußballstars als Namensgeber – dies hat in dem Land bereits Tradition. 3402 in Peru geborene Menschen tragen den Namen Messi – 292 davon sogar den vollständigen Namen des argentinischen Weltstars Lionel Messi (39).
Portugals Superstar Cristiano Ronaldo (41) hat sogar 1185 peruanische Namensvettern. Nach Spaniens Megatalent Lamine Yamal (18) sind 1241 benannt. Und sogar 33.809 Personen in Peru tragen den Namen des Brasilianers Neymar (34).
Nach dem Viertelfinale gegen England (23.00 Uhr/MagentaTV und hier im Liveticker) könnte sich der Haaland-Hype noch steigern. „Wir spielen mit mehr Persönlichkeit“, sagte der Angreifer neulich über den starken Lauf der Norweger vor dem Spiel gegen die Tuchel-Elf.
Der frühere Bundesliga-Profi von Borussia Dortmund ist der größte Trumpf des Teams bei diesem Turnier – und das nicht wegen seiner 1,95 Meter. Sieben Tore hat er schon erzielt. Sein Auftreten reißt die ganze Mannschaft mit. Sogar die ganze Nation.
Auch wenn Haaland die große Bühne durch seine regelmäßigen Auftritte in der Premier League oder der Champions League längst gewohnt ist, musste er sich bei der WM „manchmal kneifen, wie groß das alles wirklich ist“, wunderte sich der Norweger.