East Rutherford – Da musste wohl was raus. Vor dem WM-Sechzehntelfinale zwischen Frankreich und Schweden ist bei MagentaTV-Experte Mats Hummels (37) und Moderatorin Laura Wontorra (37) natürlich auch nochmal die nächste WM-Blamage der deutschen Nationalmannschaft Thema. Dabei gesteht der Weltmeister, dass auch persönliche Probleme mit Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) hinter seiner Rauswurf-Forderung stecken.
Hummels: „Ich bin natürlich von der Geschichte um die Heim-EM 2024 beeinflusst. Da ist nicht alles sehr fair und ehrlich mit mir gelaufen. Das müssen wir irgendwann nochmal in einem privaten Gespräch aufräumen. Das ist bisher nicht passiert. Deswegen bin ich logischerweise emotional in eine Richtung gedrängt. Aber wenn man die ganze Faktenlage gerade so sieht, würde ich sagen: Es muss sich auf der Trainerposition etwas ändern.“
Hummels: „Da ist nicht alles sehr fair gelaufen“
Zur Erinnerung: Nagelsmann hatte bei der Heim-EM freiwillig auf Hummels verzichtet. Sein Grund für die Nicht-Nominierung des damaligen BVB-Verteidigers: Nagelsmann befürchtete, Hummels könnte in seiner wahrscheinlichen Reservisten-Rolle für Unruhe innerhalb des DFB-Teams sorgen.
Nach der Peinlich-Pleite im Sechzehntelfinale gegen Paraguay (4:5 n.E.) forderte Hummels mit deutlichen Worten personelle Konsequenzen – nicht nur auf Spieler-Seite. Der ehemalige Weltklasse-Innenverteidiger sagte unter anderem: „Auf der verantwortlichen Seite schreit es schon irgendwie nach Konsequenzen.“ Und: „Das muss ein Thema sein. Sowohl vom Bundestrainer selbst aus, als auch vom Verband. Zumindest muss es Gespräche darüber geben, das kann nicht anders sein.“
Nun schiebt Hummels hinterher: „Ich habe es bewusst so formuliert, dass ich nicht die Namen nenne. Das Einzige, was ich gemacht habe, war, die Position des Bundestrainers natürlich zu hinterfragen.“
Und weiter: „Man muss einfach daran denken, wie erfolgreich Jogi Löw war, der sechs Turniere in Folge im Halbfinale oder Finale stand oder das Turnier gewonnen hat. Bei dem wurden nach einem schlechten Turnier 2018 schon so laut Konsequenzen gefordert, dass er sich im März 2019 genötigt gefühlt hat, einen schlechten Schritt für den deutschen Fußball zu tun, um selber noch dableiben zu können. Dann muss man fragen: Was war in den knapp vier Jahren Amtszeit richtig gut und was nicht so gut? Dann werden Entscheidungen getroffen. Es ist schon irgendwo schwer vorstellbar, dass es so weitergehen soll.“