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Der Nächste, bitte! Die Weltmeisterschaft in Mexiko, Kanada und den USA fordert ein weiteres Trainer-Opfer. Ronald Koeman (63) ist nach dem Aus seiner Holländer gegen Marokko (3:4 n.E.) als Bondscoach im Sechzehntelfinale zurückgetreten.

In der Nacht zu Mittwoch veröffentlichte der frühere Nationalspieler (Europameister 1988) eine lange Nachricht bei Instagram – sowohl auf seinem eigenen Account (832.000 Follower) als auch auf dem des Oranje-Verbandes (3,2 Mio. Follower). In 355 Wörtern heißt es dort unter anderem: „Letzte Nacht habe ich die Entscheidung getroffen, meine Zeit als Nationaltrainer zu beenden. (..) Es tut weh, dass meine Zeit mit der Nationalmannschaft zu Ende geht. In den letzten Jahren habe ich aber auch erkannt, dass es wichtigere Dinge als Fußball gibt. Fußball war mein Leben, aber die Gesundheit eines Menschen ist unbezahlbar. Wenn ein Mensch, den ich sehr liebe, um sein Leben kämpft, dann ändert das den Blickwinkel,“

Bei seiner Ehefrau war vor der EM 2024 Brustkrebs diagnostiziert worden, zum zweiten Mal nach 2010. 2018 wurden bei ihr Metastasen in der Wirbelsäule festgestellt.

Koeman weiter: „Ich möchte allen Spielern, mit denen ich arbeiten durfte, danken. Ihre Hingabe und ihr Vertrauen haben mich jeden Tag motiviert. Danke auch an mein Team, den Verband, an das gesamte Personal hinter den Kulissen und an die Vereine, in denen ich arbeiten durfte.“

WM: Hummels lobt Koeman-Rücktritt: „Entscheidung ist konsequent“

Abschließend schreibt er: „Ich bin voller Stolz. Stolz auf alles, was der Fußball mir gebracht hat, auf die Menschen, die ich getroffen habe, und auf die Tatsache, dass ich meine größte Leidenschaft zu meinem Beruf gemacht habe. Danke für all die Jahre des Vertrauens, der Kritik, der Unterstützung, der Enttäuschungen, der Erfolge und so viel mehr.“

Mats Hummels (37) in einer ersten Reaktion bei Magenta TV: „Aus seiner Sicht kann ich den Rücktritt nachvollziehen. Das Turnier war für ihn und seine Mannschaft eine Enttäuschung. Seine Entscheidung ist konsequent.“

Der Holländer ist der vierte Trainer, der nach dem WM-Aus seiner Mannschaft seinen Job verliert. Vor ihm waren das Steve Clarke (Schottland), Hong Myung-bo (Südkorea) und Miroslav Koubek (Tschechien). Tunesiens Sabri Lamouchi war schon nach dem ersten Gruppenspiel (1:5 gegen Schweden) vor die Tür gesetzt worden.