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Fußball-Deutschland sorgt sich weiter um den Knöchel von Nico Schlotterbeck (26). Samstag verletzte sich der BVB-Star im 2. WM-Spiel gegen die Elfenbeinküste (2:1) bereits nach 13 Minuten, konnte die Halbzeit nur unter Schmerzen zu Ende spielen. Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) hatte bereits bestätigt, dass das Innenband betroffen ist und befürchtet: „Es sieht nicht gut aus – leider!“ Eine genaue Diagnose gibt es aber auch 2 Tage nach dem Spiel noch nicht ...

Warum gibt es noch keine Schlotterbeck-Diagnose?

Sportmediziner Dr. Thorsten Dolla (Berlin) zu BILD: „Ich habe mich auch etwas gewundert, dass noch keine Diagnose bekannt gegeben wurde. Es hat vermutlich nichts mit der Schwellung zu tun. Wie es heißt, soll es sich um das Innenband handeln. Das ist stabiler als das Außenband und schwillt seltener an. Ich denke, das lange Warten hat eher organisatorische Gründe, bis das Bild der MRT ausgewertet ist.“

Wie schätzen Sie Schlotterbecks Chance, ein doch noch bei der WM zu spielen? Dolla: „Ich hoffe sehr, soweit man das aus der Ferne beurteilen kann, dass das Band nicht gerissen ist. Dann könnte er nach zwei Wochen in diesem Turnier noch zum Einsatz kommen.“

Wie BILD bereits berichtete, gab es eine 1. Schnell-Untersuchung bereits im Stadion. Die Ärzte haben den schlimmen Verdacht, dass sich Schlotterbeck das Band am Sprunggelenk gerissen hat.

Immerhin: Bei der Nacht-Rückkehr am Samstag in Winston-Salem hatte Schlotterbeck gute Laune, konnte zumindest ein wenig lächeln. An seiner Seite: Frau Sabrina und eines der beiden gemeinsamen Kinder.

Das Sonntags-Training fand bereits ohne Schlotterbeck statt. Auffällig: Zu Beginn der Einheit suchte Nagelsmann das Gespräch mit Mannschaftsarzt Jochen Hahne (47). Beide setzten sich auf eine Mauer am Rande des Platzes, führten ein bemerkenswert ausführliches Gespräch von weit über zehn Minuten Dauer. Der Verdacht liegt nahe, dass es dabei vor allem auch um Schlotterbeck ging.

Fakt ist: Sollte der BVB-Star ausfallen, würde Antonio Rüdiger seine Rolle in der Viererkette neben Jonathan Tah einnehmen. Er machte seine Sache gegen die Elfenbeinküste ordentlich, wird deshalb wohl auch gegen Ecuador in der Startelf stehen.