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Mal ganz unter uns: Wann gehen sie bei einem großen Sportereignis auf die Toilette? Ein Großteil der Fußball-Fans offensichtlich in der Halbzeitpause. Die DFB-Elf schoss zum WM-Auftakt Curaçao mit 7:1 ab, feierte den höchsten Sieg im bisherigen WM-Verlauf.

Im Schnitt verfolgten rund 23,4 Millionen Zuschauer die Partie gegen den Inselstaat. In der Halbzeitpause zeigte sich das kuriose Phänomen: Der Wasserverbrauch explodierte!

Die sogenannte Pinkel-Kurve von Münster zeigt einen sprunghaften Anstieg des Wasserverbrauches in der Halbzeitpause des WM-Spiels. Die Zahlen sind spektakulär: Kurz vor dem Seitenwechsel flossen rund 1.800 Kubikmeter Wasser pro Stunde durch das Netz. Wenige Minuten später, während der Halbzeitpause, waren es plötzlich mehr als 3.500 Kubikmeter. Ein Plus von fast 100 Prozent!

Wasserverbrauch steigt erheblich

Dominik Pollok, der Leiter der münsterschen Wasserwerke, hat den Wasserverbrauch während der WM im Blick: „Wir fiebern natürlich mit der Mannschaft mit. Gleichzeitig wissen wir: In der Halbzeit beginnt für unsere Wasserversorgung die intensivste Spielphase des Abends.“ Sie passen Druck und Wasserströme an, damit immer genug Wasser zur Verfügung steht.

Die Pinkel-Kurve ist bei Großereignissen ein weltweites Phänomen. Auch beim Super Bowl, dem Finale der National Football League (NFL), ist die Pinkelpause in der Halbzeit zu beobachten. In Deutschland sind die Münsterer Wasserwerke auch für die Messung der Pinkel-Kurve bei den ARD-Tatorten bekannt. Dann steigt der Wasserverbrauch nach Ende der Sendung.

Auch am Samstag wird es wohl in der Halbzeitpause wieder einen rasanten Anstieg des Wasserverbrauches geben. Dann steht das zweite Gruppenspiel der DFB-Elf an. Um 22 Uhr (ZDF, MagentaTV und im Live-Ticker auf bild.de) geht es gegen die Elfenbeinküste.