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Der Schlotterbeck-Schock und seine Folgen: BVB-Boss Lars Ricken (49) ist bereits in die USA geflogen und wird am Donnerstag beim letzten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador in East Rutherford, New Jersey (22 Uhr MEZ), live vor Ort sein.

Nach der bitteren Diagnose spendete Ricken dem Pechvogel in einem persönlichen Telefonat Trost – und erfüllte ihm sofort einen Herzenswunsch: „Schlotti“, wie ihn die Fans nennen, darf trotz seiner schweren Verletzung bis zum Ende des Turniers bei der Mannschaft bleiben und muss die Reha nicht umgehend in Dortmund antreten. Warum das so ist:

Der dick geschwollene Knöchel

Nach BILD-Informationen ist der Knöchel derzeit so stark angeschwollen, dass es aus medizinischer Sicht nicht sinnvoll wäre, den mehr als achtstündigen Rückflug von den USA nach Deutschland sofort anzutreten.

Zudem ist der Innenverteidiger bei der medizinischen Abteilung des DFB bestens aufgehoben und kann rund um die Uhr betreut werden. Ricken tauschte sich dazu mit DFB-Sportdirektor Rudi Völler (66) aus, der sofort grünes Licht für den Verbleib im DFB-Quartier gab.

Darum bleibt Schlotterbeck bei der Nationalelf

Der Stellenwert von Schlotterbeck

Der Linksfuß genießt innerhalb der Mannschaft hohes Ansehen. Sein Wort hat Gewicht. Wie beim BVB gilt Schlotterbeck auch beim DFB als meinungsstarker Profi, der Klartext redet und den Finger in die Wunde legt.

Das Wir-Gefühl

Dass Schlotterbeck nicht abreist, ist auch ein wichtiges Signal an die Mannschaft. Schon jetzt wird die Stimmung innerhalb der Truppe mit der Weltmeister-Elf von 2014 verglichen. Schlotterbeck gilt als Stimmungsmacher und hat fast immer einen lockeren Spruch auf den Lippen.

Der Pechvogel selbst meldete sich am Montagmorgen mit einer schriftlichen Botschaft bei den Fans: „Hi Fans, ich brauche noch etwas Zeit, um das Ganze zu verarbeiten und später darüber zu sprechen. Deshalb wird es von mir vorerst keine ausführlichen Worte dazu geben. Was jetzt zählt, ist die Mannschaft. Sie verdient die volle Unterstützung aller Deutschen.“

Ricken weiß selbst, welche Bedeutung dieses Turnier für ihn hatte und wie groß seine Vorfreude gewesen ist. Umso bitterer ist es, dass der Innenverteidiger nun nur noch von außen unterstützen kann, statt sich weiter für einen möglichen Wechsel zu Real Madrid ins Schaufenster zu spielen.