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Es klingt fast wie eine Entschuldigung! Nach dem Drama in der Nachspielzeit zwischen Algerien und Österreich (3:3) hat sich Algeriens 3:2-Torschütze Riyad Mahrez zu seinem Treffer geäußert. Dabei fühlte er sich offenbar dazu genötigt, sich dafür zu verteidigen, getroffen zu haben!

Hintergrund: Beim Stand von 2:2 hatten sich die Algerier kurz vor Schluss minutenlang den Ball passiv hin- und hergeschoben, während die Österreicher keine Anstalten mehr machten, ernsthaft anzugreifen. Denn: Ein Unentschieden bedeutete für beide Teams den sicheren Einzug in die K.o.-Runde. Hätte es in dem Spiel einen Verlierer gegeben, wäre diese Mannschaft dagegen nach der Vorrunde ausgeschieden.

Aus dem quasi ruhenden Spiel wurde Mahrez jedoch in der dritten Minute der Nachspielzeit mit einem Steilpass freigespielt, ging alleine aufs gegnerische Tor zu und verwandelte zur 3:2-Führung. Ein Schock für die Österreicher, aber auch nicht besonders günstig für die Algerier. Mit einem Sieg wären sie auf Platz 2 der Gruppe vorgerückt und wären im Sechzehntelfinale auf Mitfavorit Spanien getroffen. Dafür, dass es am Ende doch nicht so kam, sorgte der ganz späte Ausgleich durch Österreichs Kalajdzic (90.+6), über den deshalb auch viele Algerien-Fans jubelten. Während die Nordafrikaner als Gruppendritte nun gegen die Schweiz spielen, rettete sich das Team von Trainer Ralf Rangnick vor dem WM-Aus.

Ein Szenario, das Mahrez mit seinem Tor beinahe verhindert hätte. Seine entschuldigende Reaktion nach dem Spiel: „Ich weiß, es war ehrlich gesagt etwas unangenehm. Wir hatten den Ball und sie haben sich zurückgezogen. Aber in letzter Sekunde spielt jemand einen Ball in die Mitte. Da muss ich den Lauf machen. Ich muss den Fußball respektieren. Da muss ich treffen, ich muss versuchen, ein Tor zu schießen. So wie sie auch versucht haben, ein Tor zu schießen. Sie lagen in Führung. Sie führten mit 2:1. Ich weiß, dass es eine unangenehme Situation ist, aber so ist Fußball. Ich muss das respektieren.“ Das vielsagende Mahrez-Schlusswort: „Das Gute ist – das Gute für sie ist – dass sie ein Tor schießen und sich qualifizieren. Wir qualifizieren uns beide, und das ist heute das Wichtigste.“