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Washington – Hochspannung in den USA am großen Wahltag zu den Kongress- und Gouverneurswahlen! Die Partei von Donald Trump (80) war zuletzt laut Umfragen massiv unter Druck geraten – die Republikaner könnten die Macht in beiden Kongresskammern verlieren. Der US-Präsident steht bei diesen „Midterms“ selbst nicht auf dem Stimmzettel. Doch es geht um seine Macht in den letzten beiden Amtsjahren.

Die Aufregung in den USA nimmt fast hysterische Züge an. Es kursieren schon Medienberichte über ein unvorstellbar wirkendes Szenario: eine Flucht Donald Trumps aus den USA! Etwa für den Fall, dass die erwartete Flut von Ermittlungen durch einen möglichen Demokraten-Kongress mutmaßlich kriminelles Verhalten aufdeckt. Trump könnte dann eine angeblich „gestohlene Wahl“ als Vorwand für eine Flucht anführen, so Medienberichte.

Professorin sieht Fluchtziel Moskau

Die Warnung kommt von US-Rechtsexpertin Jamie Rowen von der „University of Massachusetts Amherst“. Ihre These: Sollte Trump strafrechtliche Ermittlungen fürchten, „könnte er versuchen, sich ins Ausland abzusetzen“, sagte sie im Podcast „All Rise News“. Als mögliches Fluchtziel nannte sie ausgerechnet Moskau. Sie spekulierte sogar: „Vielleicht hätte er sich mit Putin abgesprochen, um einen Weg zu finden, nach Russland zu fliehen.“ Auch andere Diktaturen kämen als Zufluchtsorte infrage, so Rowen. Belege für solche Fluchtpläne gibt es aber nicht.

Trump scherzte selbst, nach Israel zu übersiedeln

Trump selbst scherzte bei einem TV-Auftritt am Wahltag über eine andere „Flucht-Variante“: Er könnte nach Israel ziehen und dort Premierminister werden, sollten die Amerikaner seiner überdrüssig sein. Dort habe er eine Zustimmung von 99 Prozent, sagte er lachend zu „Fox News“.

Als Beispiel für die wilden Spekulationen dient das „Bolsonaro-Szenario“: Der jüngste Verlierer bei den Präsidentschaftswahlen in Brasilien, Flávio Bolsonaro (45), Sohn von Ex-Präsident Jair Bolsonaro (71), setzte sich mit seiner Familie wegen befürchteter Anklagen nach Miami (Florida) ab. Auch er behauptete, die Wahl sei manipuliert worden. Offenbar gab es Absprachen mit Washington: Laut Recherchen des „Wall Street Journal“ sollen Trump-Vertraute bei der Flucht geholfen haben.

Oder kommt es zum Rücktritt?

Ein anderes Szenario zeichnet US-Politologe Scott Erb: Er hält es für möglich, dass Trump nach einer heftigen Wahlklatsche zurücktritt. „Es würde mich nicht überraschen, wenn Präsident Trump aus Frust über seinen Machtverlust irgendwann im kommenden Jahr das Handtuch wirft“, sagte er zu BILD.