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Ganz traurige Nachrichten aus dem Wintersport. Die französische Freeriderin Juliette Willmann (†29) ist bei einem Lawinenunglück in Patagonien (Argentinien) ums Leben gekommen. Das berichtet unter anderem das Portal „Powder“. Demnach ereignete sich das Ski-Drama am Dienstag auf dem Cerro Crestón (2050 m), einem Berg in der Nähe von El Chaltén. Die Stadt ist für Klettern, Skitourengehen und Bergsteigen bekannt.

Willmann war mit ihrem Ehemann Pierre-Idris Mehdi (30) auf einer Skitour, als das Paar von einer Lawine erfasst und im Gebiet Lago del Desierto rund 400 Meter mit in die Tiefe gerissen wurde.

Nach Angaben des Sicherheitsministeriums von Santa Cruz ging gegen 12.30 Uhr die erste Meldung über ein Lawinenunglück ein. Danach wurden Bergrettung, Nationalparkverwaltung und weitere Rettungskräfte alarmiert.

Ein Rettungsteam machte sich kurz darauf auf den Weg in die Berge. Das Team war mit Tragen, einem Defibrillator, Sauerstoff und Erste-Hilfe-Ausrüstung ausgestattet.

Dann die schreckliche Bestätigung: Willmann wurde etwa eineinhalb Meter tief unter dem Schnee verschüttet gefunden. Für sie kam jede Hilfe zu spät. Ihr Begleiter wurde geborgen und anschließend medizinisch versorgt. Nach Angaben des argentinischen Sicherheitsministeriums befindet er sich außer Lebensgefahr.

Tragisch! Vor dem Unfall hatten Mehdi und Willmann auf Instagram noch Beiträge von ihrem Skiurlaub in Südamerika geteilt. Bei einem ihrer Abenteuer bestiegen sie den Cerro Madsen, einen weiteren Gipfel in der Nähe von El Chaltén, und fuhren dort Ski. „Wir schätzen uns so glücklich, hier in den Bergen Patagoniens zu sein und diesen fantastischen Ort zu erkunden“, schrieb Willmann in ihrem letzten Post.

„Mein Herz ist völlig gebrochen“

Willmann wurde in Marseille geboren und wuchs in Südfrankreich auf. Sie stammt aus einer Skifahrerfamilie und begann ihre Karriere als alpine Rennläuferin, wechselte mit 19 Jahren aber zum Freeride. 2019 qualifizierte sie sich für die Freeride World Tour und fuhr dort bis 2022.

In den sozialen Medien drückten schnell zahlreiche Sportler ihre Trauer über den Tod von Willmann aus. So schrieb Aymar Navarro (37), ein spanischer Steilhang-Skifahrer und ehemaliger Teilnehmer der Freeride World Tour: „Ein schwerer Schlag, den man erst verdauen muss. Es fällt schwer, zwischen der Wut, der Hilflosigkeit und der Leere, die du hinterlassen hast, die richtigen Worte zu finden.“

Die ehemalige Freeriderin Jackie Paaso (44/USA) erinnerte ebenfalls an Willmann. „Wenn ich jemals eine kleine Schwester gehabt hätte, hätte ich mir gewünscht, dass sie genau wie Juliette wäre – freundlich, stark, intelligent, talentiert und voller Lebensfreude“, schrieb Paaso. „Mein Herz ist völlig gebrochen und ich bin zutiefst erschüttert für Pierre angesichts dieses wahrlich unvorstellbaren Verlusts.“