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Washington – Neue Hoffnung für die Menschen in der völlig zerstörten ukrainischen Stadt Oleschky! US-First Lady Melania Trump hat nach Angaben des Weißen Hauses eine örtlich begrenzte Waffenruhe für Oleschky zwischen Russland und der Ukraine vermittelt. Ab dem 29. Oktober sollen dort die Waffen schweigen. Ziel: Lebensmittel und Medikamente in die Stadt bringen sowie Zivilisten sicher evakuieren.

„Die Menschen in Oleschky haben nur eingeschränkten Strom, leben inmitten verminter Straßen und müssen regelmäßige Militärangriffe ertragen“, sagte die Ehefrau von US-Präsident Donald Trump (80) laut Mitteilung. Nach Angaben des Weißen Hauses soll Melania die Gespräche selbst angestoßen haben. Sie und ein Vertreter hätten direkt mit der russischen und der ukrainischen Führung über die Bedingungen der Feuerpause verhandelt. Aus Moskau und Kiew gab es bislang keine Bestätigung.

Hunger, Krankheiten und Minen

Oleschky liegt am Dnipro und wurde am ersten Tag von Putins Großangriff 2022 von russischen Truppen eingenommen. Vor dem Krieg lebten hier rund 24.000 Menschen. Heute fehlt es den verbliebenen Bewohnern am Nötigsten: Lebensmittel und Medikamente sind knapp, es gibt weder Strom noch Heizung oder fließendes Wasser. Um die Stadt herum: Minen. Sie zu verlassen ist beinahe unmöglich.

2023 folgte die nächste Katastrophe: Nach der Explosion des Kachowka-Staudamms wurde Oleschky überflutet. Eine Untersuchung der Nachrichtenagentur AP kam zu dem Schluss, dass die Explosion wahrscheinlich vom russischen Militär verursacht wurde. Vor dem nächsten Winter drohen den verbliebenen Bewohnern Hunger und Krankheiten. Die Ukraine hatte deshalb wiederholt eine örtliche Waffenruhe verlangt, um Zivilisten aus der Stadt bringen zu können.

Auch Papst schaltete sich ein

Schon am 16. Oktober hatte Papst Leo XIV. mit Kreml-Diktator Wladimir Putin (74) telefoniert. Der Vatikan erklärte anschließend, der Papst habe seine „tiefe Sorge“ über die Lage in Oleschky ausgedrückt. Er forderte eine Waffenruhe. Drei Tage später sprach Leo XIV. auch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48). Dabei verwies der Papst erneut ausdrücklich auf die humanitäre Waffenruhe, die er zuvor bei Putin gefordert hatte.

Jetzt sollen die Waffen dort tatsächlich schweigen. Das Weiße Haus schreibt die Vermittlung der Feuerpause vor allem Melania Trump zu. Ob die Gespräche des Papstes mit Putin und die Initiative der First Lady zusammenhängen, geht aus den Angaben nicht hervor.