Was jetzt? / Asyl für Ukrainer:Wer für die Ukraine kämpfen kann, kriegt keinen Schutz mehr in der EU
Ukrainische Männer im wehrfähigen Alter sollen künftig keinen automatischen Aufenthaltstitel mehr erhalten, wenn sie neu in die EU einreisen. Für Frauen, Kinder und vom Wehrdienst befreite Männer gilt die sogenannte Massenzustromrichtlinie zum erleichterten Schutz jedoch weiter. Parallel dazu plant die EU-Kommission ein Pilotprogramm, das die freiwillige Rückkehr in die Ukraine unterstützt. Mit dem Vorschlag reagiert Brüssel auf Forderungen der ukrainischen Regierung, der die Rekrutierung von Soldaten zunehmend schwerfällt. Bereits jetzt gibt es ein Ausreiseverbot für Männer im wehrfähigen Alter zwischen 23 und 60 Jahren. Die Regierung in Kyjiw sagt, dass derzeit nach mehr als zwei Millionen Wehrpflichtigen gefahndet wird. Im Podcast berichtet ZEIT-Korrespondentin Olivia Kortas, wie es den Männern geht, die sich vor dem Militärdienst verstecken, und wie die ukrainische Gesellschaft auf jene Menschen blickt, die bereits in die EU geflohen sind.
Der Autobauer Volkswagen will 100.000 Stellen streichen – das sind doppelt so viele wie bisher geplant. Das berichtet das und beruft sich auf Insider. In Zukunft könnten die drei VW-Werke in Hannover, Zwickau, Emden sowie das Audi-Werk in Neckarsulm dichtgemacht werden. Die Gewerkschaft IG Metall, der VW-Betriebsrat sowie mehrere Politiker haben die Sparpläne kritisiert. Am 9. Juli will der Aufsichtsrat von VW darüber beraten. Ob er den Plänen zustimmt, ist offen. Warum VW jetzt doch mehr Mitarbeiter entlassen will, erklärt Zacharias Zacharakis aus dem ZEIT-Wirtschaftsressort.
Außerdem im Update: Laut dem deutschen Wetterdienst könnte es an diesem Wochenende mit Temperaturen von bis zu 42 Grad am Sonntag so heiß wie noch nie werden. Damit würde der bisherige Höchstwert von 41,2 Grad gebrochen, der im Juli 2019 in Duisburg und Tönisvorst in Nordrhein-Westfalen gemessen wurde.
Und: Im Prozess um den Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt 2024 hat das Landgericht Magdeburg den Angeklagten wegen Mordes in sechs Fällen und versuchten Mordes in mehr als 200 Fällen zu lebenslanger Haft verurteilt.
Und sonst so? Wer gegen Deutschland gewinnt, muss nicht zur Arbeit.