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Singapur – Max Verstappen (28) startet beim Sprint der Formel 1 in Singapur (Samstag, 11 Uhr, Sky live und Liveticker bei BILD) vom ersten Startplatz. Im Leben des Holländers steht derweil eine andere Person auf der Pole-Position: seine Tochter Lily (anderthalb Jahre alt).

Darüber sprach der Vierfach-Weltmeister jetzt mit Journalist Erik van Haren von der niederländischen Zeitung „De Telegraaf“.

Verstappen: „Sie hat natürlich einen großen Einfluss. Nach einem Rennen versuche ich mittlerweile immer, sonntagabends direkt nach Hause zu fahren. Ich will so viel Zeit wie möglich mit ihr verbringen. Wenn ich nach Hause komme und sie schläft, dann wecke ich sie nicht auf. Aber ich gehe oft kurz nach ihr sehen, ohne sie zu stören.“

Frage des Reporters: Sie haben erwähnt, dass Sie als Dreijähriger immer geweint haben, wenn Ihr Vater zu Formel-1-Rennen fuhr. Und dass es besser war, wenn er „heimlich“ ging. Wie handhaben Sie das?

Antwort des Red-Bull-Piloten: „Ich merke schon, dass meine Tochter mitbekommt, wenn ich weggehe. Deshalb versuche ich jetzt schon, so das Haus zu verlassen, dass sie es noch nicht merkt. Das ist auch für meine Zukunftsplanung wichtig. Ich möchte nicht ständig weg sein. Ich möchte meine Kinder aufwachsen sehen. Denn sobald sie achtzehn sind, besteht die Gefahr, dass sie die Tür hinter sich zuschlagen und einfach weg sind.“

Formel 1: Max Verstappen fühlt sich im Fahrerlager „wie im Zoo“

Neben Lily lebt auch Penelope (7) bei Max und seiner Partnerin Kelly Piquet (37) in Monte Carlo. Sie ist die Tochter des früheren Formel-1-Rennfahrers Daniil Kwjat (32).

Außerdem sprach Verstappen im „Telegraaf“ über ...

... die Veränderung des Fahrerlagers in den letzten zehn Jahren: „Das ist wie im Zoo. Man kann sich kaum noch kurz mit jemandem unterhalten. Das ist praktisch unmöglich. Ich lebe fast ausschließlich zwischen meinem kleinen Zimmer, der Garage und der Boxengasse. Selbst in unseren Hospitality-Bereichen gibt es viele Gäste, die etwas von einem wollen. Sie meinen es gut, aber ich brauche auch mal Ruhe. Ich weiß, dass das einfach zum Job dazugehört. Und je mehr man leistet und je mehr man erreicht, desto mehr wollen die Leute von einem. Insofern ist das vielleicht auch ein gutes Zeichen …“

... die Kritik von Damon Hill (66), dem Weltmeister von 1996, an den aktuellen Entwicklungen der Formel 1: „Wissen Sie, was das Problem mit vielen Ex-Rennfahrern ist? Sie informieren sich nicht über die neuen Regeln. Und wissen nicht, worum es bei den Motoren geht und wie sie im Detail funktionieren. Dann werden sie im Fernsehen danach gefragt, und sie geben manchmal sehr seltsame Antworten. Das ist das größte Problem. Es trifft zwar nicht auf alle zu, aber doch auf einige.“