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Stuttgart – VfB-Stürmer Deniz Undav (30) redete sich nach der 0:1-Niederlage gegen Dortmund im Topspiel am Samstagabend den Frust von der Seele. Es ging um seine Torflaute und seine aktuelle Rolle im VfB-System.

Gegen den BVB blieb der beste Stürmer Deutschlands der Vorsaison erneut ohne Treffer. Damit steht Undav jetzt nach sechs Pflichtspielen bei null Toren. In der vergangenen Spielzeit war er mit 25 Toren und 14 Vorlagen noch DER Torjäger. Das Toreschießen hat Undav aber nicht verlernt. Vielmehr hapert es daran, dass Undav nicht mehr in gefährliche Abschlusssituationen kommt.

Undav sagte bei Sky am Samstagabend: „Ich habe nicht die Aktionen wie letztes Jahr. Ich habe das Gefühl, dass ich zu weit hinten bin. Ich bin kaum vorne und wenn ich vorne bin, kommen die Bälle nicht oder sind die Bälle nicht da. In der Saison hatte ich glaube ich jetzt zwei Chancen. Eine gegen Köln und eine in der ersten Halbzeit, sonst habe ich keine Chancen.“

Tatsächlich kommt Undav in dieser Saison eher als eine Art Zehner oder hängende Spitze zum Einsatz. Im Vorjahr war er häufig als echter Mittelstürmer auf dem Platz. Undav weiter: „Letztes Jahr war es so, dass ich oft die letzte Linie gehalten habe. Und dann bin ich in den Situationen da, wenn der Ball runterspringt. Aber wenn ich weiter hinten bin und auf einmal einen 40-Meter-Weg habe, dann kommt man nicht oft in Situationen. Ich muss die Mischung aus kurz kommen und Linie halten finden.“

Über seine Null-Tore-Ausbeute sagte der Stürmer: „Wenn ich jetzt 20 Dinger in den Spielen gehabt hätte, würde ich sagen: Chancentod. Aber ich komme eben nicht zu Chancen. Vielleicht weil ich zu weit hinten bin. Da muss ich die Mischung finden. Letztes Jahr hat es mich ausgezeichnet, dass ich in den Situationen da war. Das ist bisher nicht der Fall.“

Gegen den BVB hätte Undav in der ersten Halbzeit die Führung erzielen können, scheiterte aber an Keeper Kobel. Er sagte zur Chance: „Da ist der Winkel zu spitz und Waldi ist direkt da. Da ist keine Chance, bei der ich sage, dass die unbedingt rein muss.“

Und was sagt Sebastian Hoeneß (44) zur Diskussion um Undav? Der Trainer bei Sky über Undavs Rollen-Frage: „Deniz hat schon immer so gespielt. Er ist ein Stürmer, der in die Situationen kommen muss. Weiß ich nicht, ob er zu weit weg vom Tor ist. Das muss ich mir anschauen.“