Paris (Frankreich) – Seit Sonntag fressen sich zwei verheerende Brände durch den Wald von Fontainebleau nahe Paris. 2000 Hektar verglühten in den Flammen, rund 1000 Anwohner und Camper mussten evakuiert werden. Hunderte Feuerwehrleute kämpfen seit Tagen gegen die Feuer. Einer von ihnen hat jetzt gestanden, den Brand gelegt zu haben!
Feuerwehrmann gesteht Brandstiftung
Wie Staatsanwältin Diane Ngomsik mitteilte, ist das Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr von Fontainebleau mit fünf weiteren Männern in Polizeigewahrsam. Der 2007 geborene Mann habe gestanden, bei Arbonne-la-Forêt mit einem Feuerzeug Reisig angezündet zu haben. Über sein Motiv ist nichts bekannt. Auch ein zweiter Verdächtiger des gleichen Jahrgangs habe inzwischen eingeräumt, er hätte im Bereich Grand Parquet vermutlich ein Feuer entfacht, als er eine Zigarettenkippe wegwarf. Beide sitzen wegen Brandstiftung in Untersuchungshaft. Ein dritter Mann, der womöglich ein neues Feuer legen wollte, wurde noch im Wald festgenommen.
Mit Wasserbomben gegen die Flammen
Für die Einsatzkräfte gibt es keine Verschnaufpausen, denn die Flammen wüten seit Sonntag in dem Biosphärenreservat. Die ersten Ermittlungen ergaben insgesamt zehn Zündpunkte in dem Areal, unklar, ob alle vorsätzliche Brandstiftungen waren oder auch auf Fahrlässigkeit zurückzuführen sind. Sechs Flugzeuge und zwei Hubschrauber waren im Dauereinsatz, um die Flammen mit Wasserbomben von oben zu bekämpfen. Inzwischen sind die Flammen eingedämmt, aber noch nicht endgültig gelöscht. Weiterhin sind rund 800 Feuerwehrleute im Einsatz.
Wald braucht 30 Jahre für Erholung
Bis zu 15 Millionen Menschen besuchen jährlich das ehemalige königliche Jagdrevier. Das insgesamt gut 25.000 Hektar große Areal ist Lebensraum für 6.600 Tierarten und 5.800 Pflanzenarten. Experten schätzen, dass die Erholung des Waldes gut 30 Jahre dauern könnte. Seit Anfang 2026 zerstörten Brände in Frankreich bereits 32.000 Hektar Fläche, mehr als doppelt so viel wie im gesamten Jahr 2025.