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Ging bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko auch abseits des Rasens alles mit rechten Dingen zu? Laut Fifa-Angaben ja. Doch Angaben eines internationalen Expertengremiums lassen daran jetzt Zweifel aufkommen.

Das internationale Netzwerk „Group of Copenhagen“, das vom Europarat zur Bekämpfung von Spielmanipulationen gegründet wurde, hat bei der WM sieben Verdachtsmomente auf mögliche Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Sportwetten festgestellt. Das Gute: Konkrete Hinweise auf manipulierte Spiele gab es allerdings nicht. Laut dem Bericht gab es bei der Überwachung aller 104 WM-Partien sieben sogenannte gelbe Hinweise.

Auffällige Wetten? Was die Fifa bei der WM verschwiegen hat

Gelb ist die erste Warnstufe und weist auf Anhaltspunkte möglicher Unregelmäßigkeiten bei Spielen hin. Daraufhin werden weitere Prüfungen durchgeführt. Darüber hinaus gibt es zwei höhere Warnstufen: Orange steht für konkrete Verdachtsmomente, Rot für eindeutige oder sehr starke Hinweise auf Manipulationen. Beide Warnstufen mussten während des Turniers nicht ausgerufen werden.

Für die Fifa kein Grund zur Besorgnis. Der Weltverband erklärte bereits am Dienstag, dass die Fifa-Integritätsarbeitsgruppe auf Basis aller gesammelten und ausgewerteten Daten „weder verdächtige Wettaktivitäten noch Anzeichen für Spielmanipulationen im Zusammenhang mit irgendeiner Partie“ festgestellt habe. Die sieben Warnhinweise blieben unerwähnt.

Fifa verschweigt 7 Warnhinweise

Weiter hieß es von der Fifa: Dank der engen Zusammenarbeit innerhalb der Arbeitsgruppe, der auch die „Group of Copenhagen“ angehörte, hätten „potenzielle Hinweise auf Spielmanipulationen sowie etwaige Maßnahmen fachkundig, koordiniert und rasch beurteilt werden“ können.

Die „Group of Copenhagen“ betonte zugleich, dass die auf 48 Teams ausgeweitete WM deutlich aufwendiger überwacht werden musste. Im Fokus standen dabei Wettmärkte, Quotenbewegungen und die Entfernung verdächtiger Wettangebote. Bei der WM 2030 werden womöglich sogar 64 Teams an den Start gehen. Dann müssen noch einmal deutlich mehr Partien überwacht werden.