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Washington (USA) – Andere US-Bundesstaaten halten weiter strikt an der Todesstrafe fest. Und das, obwohl die Hinrichtung von Christa Pike (50) in Tennessee misslang und Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom (59) ankündigte, Hunderte Todesurteile in lebenslange Haft umzuwandeln. Nun wurden in den USA sogar drei Männer an einem Tag hingerichtet.

Am Donnerstag wurde in Florida, Alabama und Indiana jeweils ein verurteilter Mörder hingerichtet. Es war seit August bereits das zweite Mal, dass in drei US-Bundesstaaten am selben Tag Todesurteile vollstreckt wurden. Dennoch bleibt eine solche Häufung ungewöhnlich: Davor war das zuletzt 2010 vorgekommen.

Hingerichtet für Mord an Frau (75)

▶ Im Staatsgefängnis von Florida in Raiford wurde Jesse Guardado (64) durch eine tödliche Injektion hingerichtet. Er war wegen des Mordes an einer 75-jährigen Frau im Jahr 2004 zum Tode verurteilt worden. Guardado hatte sein Opfer erstochen und anschließend Schmuck und Geld gestohlen, um sich davon Drogen kaufen zu können.

Vor seiner Hinrichtung entschuldigte er sich bei den Angehörigen seines Opfers und bei seiner eigenen Familie. Ein Protest der Organisation „Floridianer für Alternativen zur Todesstrafe“ blieb erfolglos. Guardados Hinrichtung war bereits die 19. in diesem Jahr in Florida. Insgesamt wurden in den USA in diesem Jahr bereits 35 Menschen hingerichtet.

Ehepaar mit Metallstange erschlagen

▶ In Alabama wurde Michael Taylor (54) wegen eines Doppelmordes hingerichtet. Er hatte 1991 bei einem Raubüberfall ein älteres Ehepaar mit einer Metallstange erschlagen. Todesstrafengegner wiesen darauf hin, dass Taylor zur Tatzeit erst 19 war – vergeblich. Auch er starb im Holman-Gefängnis in Atmore durch die Todesspritze.

▶ Im US-Bundesstaat Indiana wurde Jeffrey Weisheit (50) wegen des Mordes an zwei Kindern durch Brandstiftung im Staatsgefängnis in Michigan City getötet. Er hatte 2010 das Haus seiner damaligen Freundin in Brand gesetzt. Deren Kinder kamen bei dem Feuer ums Leben. Auch er wurde mit der Todesspritze getötet.

Todesurteile in Haftstrafen umwandeln

Fast zeitgleich setzte Kaliforniens Gouverneur Newsom ein gegenteiliges Signal: Er kündigte an, die Todesstrafen aller in seinem Bundesstaat zum Tode verurteilten Menschen in lebenslange Haft umzuwandeln. Er sei zu dem Schluss gekommen, dass „staatlich sanktioniertes Töten“ nicht mit Kaliforniens Werten übereinstimme, begründete der Demokrat seine Entscheidung.

Betroffen sind 548 Menschen im größten Todestrakt der USA. Kalifornien hat seit 20 Jahren niemanden mehr hingerichtet. Newsom hatte bereits nach seinem Amtsantritt 2019 ein Hinrichtungsmoratorium verhängt.