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Jetzt steht fest, warum bei Union Berlin Nachwuchstrainer Jens Härtel (57) seinen Posten räumen musste. Der Bundesligist gab am 11. Oktober bekannt: „Jens Härtel hat das Traineramt der U19-Junioren des 1. FC Union Berlin niedergelegt. Er zieht damit die Konsequenzen aus einem Strafantrag des DFB-Kontrollausschusses gegen ihn, der aufgrund von diskriminierenden Äußerungen im Trainingsbetrieb ein mehrwöchiges Betätigungsverbot als Trainer beantragt hat.“ Einen Tag später wurde Härtel vom DFB für zwölf Wochen gesperrt, vier davon auf Bewährung, wenn er an einem Konflikt- und Deeskalationstraining teilnimmt.

Die entscheidende Frage: Was hat Härtel eigentlich gesagt? BILD kennt die Antwort. Der erfolgreiche Ex-Profi-Trainer (u.a. Magdeburg, Rostock, Braunschweig), der erst seit dem 1. Juli bei Union angestellt ist, hatte im Rahmen des Sommer-Trainingslagers zu einer Team-Building-Maßnahme aufgerufen. Ziel: Spieler- und Trainergruppen sollten sich neu zusammenfinden, kennenlernen, Vertrauen finden. Konkret wurde die Sitzordnung beim Mittagessen neu gemischt. Als an einem Platz mehrere schwarze Spieler zusammenfanden, fragte Härtel im Vorbeigehen: „Ist das hier der afrikanische Tisch?“

Union Berlin und weitere Stellen (u.a. der DFB, Berliner Senat, Landessportbund) wurden über diesen Vorgang anonym in einem sechsseitigen Schreiben informiert. Bei der internen Aufarbeitung und Befragung meldete sich kein Spieler oder Mitarbeiter, der sich durch diese Aussage diskriminiert fühlte. Härtel sagte dazu: „Ich habe Fehler gemacht und bin meiner Vorbildfunktion im Nachwuchsbereich nicht gerecht geworden, dafür habe ich meine Mannschaft sowie das Trainer- und Betreuerteam um Entschuldigung gebeten und möchte das hiermit auch beim gesamten Verein tun. Es war nie meine Absicht, jemanden verbal zu verletzen oder gar zu diskriminieren.“ Insgesamt wurde Härtel für drei verbale Grenzübertretungen vom DFB sanktioniert. Ob er als Union-Trainer zurückkehren wird, ist offen.

Auf eine BILD-Anfrage antwortete ein Union-Sprecher: „Wir bitten um Verständnis, dass wir uns zu inhaltlichen Details nicht äußern.“