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UN melden höchste Zahl ziviler Opfer in Ukraine seit Kriegsbeginn

· War chronicles

Bei russischen Angriffen sind im Juni in der Ukraine mindestens 265 Zivilisten getötet und 1.816 weitere verletzt worden. Das ist nach Angaben der Vereinten Nationen die höchste monatliche Zahl an zivilen Opfern seit den ersten Monaten des Krieges. 

Bereits im Mai sei die Zahl der zivilen Opfer die höchste seit April 2022 gewesen, wie die UN-Untergeneralsekretärin für politische Angelegenheiten, Rosemary DiCarlo, mitteilte. Nach vorläufigen Daten des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte (OHCHR) kam es im Juni zu einem weiteren Anstieg. 

Die endgültigen Daten für Juni werden Ende Juli veröffentlicht. »Dieser besorgniserregende Trend setzt sich offenbar auch im Juli fort«, sagte DiCarlo. Sie verwies dabei auf drei Wellen russischer Luftangriffe auf Kyjiw und andere ukrainische Städte allein in der vergangenen Woche.

Mehr als 16.400 getötete Zivilisten seit Beginn des Angriffskriegs

»Jeder Angriff auf Zivilisten und zivile Infrastruktur, wo auch immer er stattfindet, ist ein eindeutiger Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht und muss sofort aufhören«, sagte DiCarlo.

Laut UN habe das OHCHR seit Beginn des Krieges mindestens 16.402 getötete Zivilisten in der Ukraine verifiziert, darunter 802 Kinder. Zudem seien 48.428 Menschen verletzt worden. Die tatsächlichen Zahlen lägen vermutlich noch höher.

In Russland gab es nach Angaben des OHCHR in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 250 tote Zivilisten und 1.596 Verletzte. Die Vereinten Nationen seien jedoch nicht in der Lage, diese Berichte unabhängig zu überprüfen.