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Da hat einer das norwegische Aus bei der WM nicht gut verkraftet. Alf-Inge Haaland (53), der Vater von Superstar Erling (26), legte sich schon während des 1:2 n.V. gegen England mit dem Gegner an. Und pöbelte nach Abpfiff fleißig gegen den Schiri weiter.

Worum ging es? In der 99. Minute entscheidet Schiedsrichter Clément Turpin auf Elfmeter für England. Spence war im Duell mit Bobb im Strafraum zu Boden gegangen. Hatte aber sein Bein unnatürlich in den Lauf des Norwegers gestellt und war dann gefallen. Das erkennt auch der VAR und beordert den französischen Unparteiischen an den Monitor am Spielfeldrand. Der schaut sich die Szene an und entscheidet: kein Strafstoß!

Wenige Augenblicke später fangen die TV-Kameras in Miami Papa Haaland ein. Der sitzt auf einem VIP-Sessel, hat ein Bändchen ums rechte Handgelenk und einen Getränkebecher vor sich stehen. Nachdem der Schiedsrichter seine Entscheidung verkündet hat, macht Alf-Inge erst mit beiden Händen die Schwalben-Bewegung. Sagt dann etwas, das Lippenleser im Internet als „Fuck off“ interpretieren.

WM: Papa Haaland legt sich bei WM-Aus mit Gegner und Schiri an

Und garniert seinen Rant noch mit dem sogenannten „two-finger salute“ (zu Deutsch: Zweifinger-Gruß). Dabei sind Zeige- und Mittelfinger ausgestreckt, der Handrücken zeigt nach außen. Die Geste gilt in Großbritannien (Papa Haaland spielte von 1993 bis 2003 in England) als grobe Beleidigung, vergleichbar mit dem ausgestreckten Mittelfinger in Deutschland.

Auch Schiedsrichter Turpin bekommt die Wut von Haaland Sr. zu spüren. Auf einen Tweet von Transfer-Journalist Fabrizio Romano („Jude Bellingham ist immer da, wenn England ihn braucht“) antwortet er: „Gut gemacht, Bellingham. Und gut gemacht. Schiedsrichter“.

Papa Haaland legt weiter nach: „Ich habe das Gefühl, dass wir heute um den Sieg betrogen wurden.“

Damit dürfte er die Szene in der 55. Minute meinen: Da hatte Norwegens Torbjörn Heggem das vermeintliche 2:0 erzielt. Turpin hatte den Treffer aber nach Studium der Bilder einkassiert – Haaland junior hatte vorher an einem Engländer gezogen. Und natürlich die fragwürdige Entstehung des England-Ausgleichs.