Ukraine und Serbien planen bis Jahresende ein Freihandelsabkommen
Die Ukraine und Serbien streben eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit an und wollen bis Jahresende ein Freihandelsabkommen abschließen. Darauf einigten sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der serbische Präsident Aleksandar Vučić zum Abschluss von Selenskyjs Besuch in der serbischen Hauptstadt Belgrad. Dem ukrainischen Präsidenten zufolge ging es bei den Gesprächen um die Zusammenarbeit bei der Energie- und Ernährungssicherheit für den kommenden Winter.
Selenskyj besuchte Belgrad zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt 2019. Serbien ist ein
langjähriger Verbündete von Russland, stark von russischen
Gaslieferungen abhängig und hat sich den westlichen Sanktionen gegen Russland nicht angeschlossen. Vučić sicherte der Ukraine Unterstützung für ihre Unabhängigkeit und
territoriale Unversehrtheit, jedoch keine Sanktionen gegen Russland zu. Für Serbien ist das geplante Freihandelsabkommen wichtig, da dieses eine Voraussetzung für den
angestrebten Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO) und zur
Europäischen Union ist.