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Dnipro/Tschernihiw – Sie warteten auf einen Zug, waren in der Innenstadt unterwegs oder saßen zu Hause. Dann schlugen russische Drohnen und Bomben ein. Bei Angriffen auf mehrere ukrainische Städte wurden am Donnerstag mindestens 17 Menschen getötet und Dutzende verletzt – darunter Kinder und Jugendliche.

Es sollte eine ganz normale Zugfahrt werden. Am Bahnhof von Dnipro warteten Fahrgäste auf ihre Abfahrt. Am Bahnsteig standen ein Vorortzug und der reguläre Passagierzug Nr. 866 nach Saporischschja. Dann schlug eine russische Drohne ein.

Mindestens 14 Menschen wurden getötet, weitere 14 verletzt – darunter auch ein elfjähriger Junge. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe näherten sich vier russische Drohnen dem Gebiet. Drei wurden von der Luftabwehr abgefangen, eine traf den Bahnhof.

Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem „schrecklichen russischen Angriff auf den Bahnhof von Dnipro“, sagte angesichts der Opfer: „Mein Beileid gilt ihren Familien und Angehörigen.“

Selenskyj warnte den Westen davor, Sanktionen gegen russische Oligarchen und den Energiesektor zu lockern. Im Gegenteil: „Es ist an der Zeit für neue, stärkere Sanktionsmaßnahmen der EU, der Vereinigten Staaten und der G7.“

Zwei 15-Jährige in Tschernihiw getötet

Auch in Tschernihiw traf eine russische Bombe das Stadtzentrum – am helllichten Tag, als viele Menschen auf den Straßen unterwegs waren. Zwei 15 Jahre alte Mädchen wurden getötet. Mindestens 15 weitere Menschen wurden verletzt, darunter drei Kinder.

Die Explosion beschädigte Geschäfte, Wohnhäuser und Autos. Der Leiter der regionalen Militärverwaltung Tschernihiw verurteilte den Angriff scharf: „Die Russen sind Terroristen.“

Weitere Angriffe auf Wohnhäuser und einen Kleinbus

In Krementschuk traf eine russische Drohne ein mehrstöckiges Wohnhaus. Zwei Menschen kamen ums Leben, elf weitere wurden verletzt. Unter den Verletzten sind drei Kinder, teilte der Chef der regionalen Militärverwaltung Poltawa mit.

Auch in Pawlohrad wurde ein 15-jähriges Mädchen durch Splitter einer russischen Drohne verletzt. Ein Geschäft und ein Privathaus gerieten in Brand. In Saporischschja griff eine Drohne einen Kleinbus im Stadtzentrum an; mindestens ein Mensch wurde verletzt.