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Die Uefa weicht nicht von ihrer Position ab. Fifa-Präsident Gianni Infantino (56) hat nach dem gescheiterten Investorendeal einen Fehler eingestanden – die Uefa droht dennoch weiter mit einem WM-Boykott. Die Voraussetzungen seien nicht erfüllt, um die Drohung zurückzunehmen.

In einem Statement heißt es: „Die Mitgliedsverbände der UEFA haben die Bedingungen für die Nichtteilnahme an FIFA-Wettbewerben sehr deutlich gemacht. Erstens mussten die Vorschläge zum Verkauf der großen Wettbewerbe zurückgezogen werden, und zweitens musste zugesichert werden, dass solche Versuche, den Sport auf diese Weise zu verzerren, nie wieder unternommen werden.“

Und weiter: „Diese Bedingungen wurden nicht erfüllt. Darüber hinaus hat die UEFA in ihrer Erklärung vom Samstag unmissverständlich deutlich gemacht, dass sie das Vertrauen in die Präsidentschaft von Gianni Infantino verloren hat. An dieser Haltung hält sie fest.“ Die Uefa betont: „Die gestrige Bekanntgabe, dass einige Angestellte des FIFA-Präsidenten (deren Karriere von seiner Gunst abhängt) ihm zustimmen, ändert nichts daran.“

„Uneingeschränkte Unterstützung“ für Infantino

Bei einer Krisensitzung in der marokkanischen Hauptstadt Rabat hatte der umstrittene Fifa-Präsident von der Spitze des Fußball-Weltverbandes die volle Rückendeckung erhalten. In einer Erklärung hieß es: „Im Anschluss an ein Treffen in Rabat bekräftigten der Fifa-Generalsekretär und die anwesenden Mitglieder der Fifa-Geschäftsleitung ihre uneingeschränkte Unterstützung für Fifa-Präsident Gianni Infantino.“

Umgekehrt sprach Infantino seinem Generalsekretär Mattias Grafström (45) volle Unterstützung aus. Und das, obwohl sich der Schwede zuletzt öffentlich von Infantino distanziert und in einer internen Fifa-Mail von einer „traurigen Reihe von Ereignissen“ gesprochen hatte. Immerhin: Zu der Investoren-Affäre, die den Fußball-Weltverband bis ins Mark erschüttert hatte und zu etlichen Rücktrittsforderungen führte, gestand die Fifa-Spitze ein, dass „Fehler unterlaufen“ seien.

Im März stehen Wahlen an

Infantino hatte nach massiven Protesten Pläne zurückgezogen, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils der kommerziellen Rechte der Fifa, etwa an der Weltmeisterschaft, eine Milliardensumme einzunehmen. Weltweit sorgten die Infantino-Pläne für Entsetzen, die Uefa kritisierte den Schweizer scharf. Der Fifa-Boss knickte ein. Nun wird über die Zukunft Infantinos diskutiert, der seit 2016 an der Spitze des Weltverbands steht. Fifa-Insider sagen dennoch voraus, dass Infantino im März 2027 wiedergewählt wird.