TTS-Player überspringenArtikel weiterlesen

Bei der Heimpremiere für den abgestürzten TSV 1860 München gibt es ein 2:2 (2:1) gegen FC Augsburg II in der Regionalliga. Die Löwen verspielen eine 2:0-Führung, warten in der 4. Liga weiter auf ihren ersten Sieg. Die Fan-Kulisse hingegen: Mindestens Drittligareif.

Das Grünwalder Stadion restlos ausverkauft (15.000 Zuschauer). Die Löwen legen los: Nach dem Zwangsabstieg, der Insolvenz der Fußballfirma (KGaA) und der Neugründung der Fußballbetriebsgesellschaft (GmbH) schlägt der Traditionsverein nun ein neues Kapitel auf – ohne Investor Hasan Ismaik (48).

Erste Chance, erster Treffer: Julian Bells Schuss kann Augsburg nur mit der Hand klären - Elfmeter. Routinier Michael Eberwein (30) verwandelt - 1:0 (17.). Von Augsburg kommt wenig, fünf Minuten später schiebt Ex-Bundesligastar Florian Niederlechner (35) zum 2:0 ein - die leidgeprüften Löwen-Fans skandieren: „Der TSV ist wieder da.“

Mit über 10.000 verkauften Dauerkarten, der Sammel-Aktion für das Rückensponsoring „Football for the people“ (über 250.000 Euro) und vielen Spenden haben die 1860-Fans einen Monster-Anteil daran, dass überhaupt der Ball rollt. Kurz vor der Pause, mit dem ersten Torschuss, macht Augsburgs Thomas Kastanaras das 1:2 (45.). Manuel Baum, Trainer der Bundesliga-Mannschaft der Augsburger, schaut auf der Tribüne genau hin. Und Augsburg, das von rund 500 Bundesliga-Ultras begleitet werden, dreht nach der Pause auf. Sechzig pennt und Isa Malaj köpft zum 2:2 (74.).

Die Löwen lassen Collins ran

Und dann geht bei den Löwen der Pop ab: Mathew Collins (21) feiert seine 1860-Premiere. Der Sohn der Pop-Legende Phil Collins (75) kommt in der 79. Minute. Sein Vater landete Welthits wie „Another Day in Paradise“ und „In the Air Tonight“, die mittlerweile regelmäßig in der Kabine laufen. Für den Youngster sein bisher größter Auftritt in seiner Karriere (kam von Austria Salzburg), für den Sieg reicht es aber (noch) nicht.

Gut für die Löwen: Nach BILD-Infos hat Sturm-Talent Arian Calderon (18) für zwei Jahre unterschrieben. Der Joker-Stürmer, der beim 2:2 in Schweinfurt traf, war heiß begehrt, entschied sich aber für das Abenteuer bei 1860.