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Washington – Neue Pflicht im US-Militär: Wer über 30 ist, muss zum Hormon-Check. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (46) will sichergehen, dass die Armee biologisch auf dem Niveau kämpft, das Amerika aus seiner Sicht braucht. Die Tests laufen künftig bei der jährlichen Gesundheitsuntersuchung mit, kündigt Hegseth in einem Video auf der Plattform X an. Für Soldaten unter 30 sei der Test freiwillig. Bei zu niedrigen Werten empfehlen die Ärzte eine Behandlung – Pflicht ist sie aber nicht.

Hegseth begründet die Maßnahme damit, dass der „einzelne Kämpfer“ immer der wichtigste taktische Vorteil der USA sein werde. Er spricht von einer „heiligen Pflicht“, diesen Vorteil zu bewahren. Deshalb müsse man ständig nach neuen Wegen suchen, Soldaten fitter und gesünder zu machen. Mit den Tests solle sichergestellt werden, dass sie über „die richtigen Testosteronwerte“ verfügen, um Bestleistung zu erbringen. Der Pentagon-Chef erinnert daran: Mit dem Alter sinkt der Testosteronspiegel oft von selbst.

Hegseth will „natürliche Fähigkeiten“ optimieren

Hegseths Ansage an die amerikanischen Soldaten: „Bei dieser Initiative geht es nicht um künstliche Verbesserung, sondern darum, eure natürlichen Fähigkeiten wiederherzustellen und zu optimieren.“ Er wolle sicherstellen, „dass ihr über die biologische Grundlage verfügt, die notwendig ist, um den Kampf durchzuhalten“.

Der Pentagon-Chef treibt seit seinem Amtsantritt Veränderungen in seinem Ministerium voran, das die US-Regierung inzwischen „Kriegsministerium“ nennt. Hegseth beschwört immer wieder den Geist des Kriegers und das Idealbild eines harten, männlichen Kämpfers. Im vergangenen Jahr verkündete er etwa neue Fitnessstandards. Wer die „körperlichen Standards auf männlichem Niveau für Kampfpositionen“ nicht erfülle, sich nicht rasiere oder professionell aussehen wolle, für den sei es Zeit für eine neue Position oder einen neuen Beruf, hob er damals hervor.