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Washington – Neben dem wachsenden Druck wegen des Iran-Kriegs holen US-Präsident Donald Trump (80) nun auch Schwächen der eigenen Wirtschaft ein! Der monatliche US-Arbeitsmarktbericht („Jobs Report“) überraschte Experten und Regierung gleichermaßen: Statt des von Trump versprochenen Jobwunders gingen im Juli 23.000 Stellen verloren. Dazu wurden die Zahlen für Mai und Juni zusammen um 103.000 Jobs nach unten revidiert. Die Arbeitslosenquote sank zwar auf 4,1 Prozent – aber aus dem falschen Grund: 264.000 Menschen gaben die Jobsuche auf und schieden aus dem Arbeitsmarkt aus.

Trump steckt damit in der Doppelkrise: Im Iran-Konflikt diktiert Teheran zunehmend die Bedingungen bei den Verhandlungen über eine mögliche Öffnung der Ölroute durch die Straße von Hormus. Jetzt kommen Hiobsbotschaften aus der heimischen Wirtschaft hinzu – traditionell eines der wichtigsten Themen dafür, wie Bürger eine Präsidentschaft bewerten.

Iran-Krieg treibt Kosten

Mehrere Faktoren zeigen, wie Trumps Politik die Wirtschaft eher bremsen als beflügeln könnte:

  • Der Iran-Krieg hat nicht nur die Benzinpreise hochgetrieben. Auch Transport- und Energiekosten steigen – und damit die Gefahr weiterer Preissteigerungen.
  • Ähnlich wirken Trumps Handelskonflikte: Zuletzt verhängte er neue Einfuhrzölle von 10 bis 12,5 Prozent auf Waren aus 60 Ländern. Höhere Importkosten können Unternehmen belasten und Verbraucherpreise weiter nach oben treiben.
  • Gleichzeitig setzt Trump massiv auf den Ausbau künstlicher Intelligenz. Doch in der Bevölkerung wächst die Sorge, dass KI als „Job-Killer“ Millionen Arbeitsplätze ersetzen könnte.
  • Der drastische Rückgang der Einwanderung und verstärkte Abschiebungen verschärfen zudem in bestimmten Branchen den Arbeitskräftemangel – etwa in Landwirtschaft, Bau oder Gastronomie.

Weißes Haus vor Midterm-Wahlen belagert

Drei Monate vor den US-Zwischenwahlen am 3. November steht das Weiße Haus zunehmend unter Druck. Trumps Popularität ist zuletzt vor allem wegen des unpopulären Irankriegs auf Tiefstwerte gefallen. US-Politikprofessor Scott Erb sieht dazu in den neuen Jobzahlen „eine echte Schwäche der US-Wirtschaft“. Trump wolle die Lage dagegen „schönreden“ und konzentriere sich auf Themen, „die an den Sorgen vieler Wähler vorbeigehen“, sagte Erb zu BILD. Im Kongresswahlkampf könnte Trump den Republikanern daher massiv schaden.

Das Weiße Haus verbreitet dennoch Optimismus. Wirtschaftsberater Kevin Hassett (64) verwies sogar auf das Ende der Fußball-WM als einen möglichen Grund für den überraschenden Jobverlust. Gleichzeitig sprach er von weiterhin „starken Zahlen“ im Arbeitsmarktbericht.