Trump empfängt Selenskyj und Netanjahu zu Gesprächen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump zufrieden gezeigt. Hauptthema des Gesprächs im Oval Office waren nach seinen Angaben Lizenzen für die ukrainische Produktion von US-Abfangraketen für das Patriot-System sowie die Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen mit Russland. »Wir haben auch über Diplomatie gesprochen – es ist wichtig, den diplomatischen Prozess zu intensivieren«, schrieb Selenskyj auf Telegram. Die Begegnung von Selenskyj und Trump fand hinter verschlossenen Türen statt und endete US-Medien nach einer guten Stunde.
Die USA unter Trump sehen ihre Rolle im Ukrainekrieg als Vermittler – ihre Bemühungen für ein Kriegsende sind zuletzt aber auch infolge des eigenen Krieges gegen den Iran in den Hintergrund geraten. Der Irankrieg wiederum dürfte Hauptthema eines Treffens von Trump und dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu sein, das im Anschluss an Trumps Gespräch mit Selenskyj begann.
Netanjahu hatte bereits zu Beginn seiner US-Reise gesagt, dass es in dem Gespräch vor allem um den Iran gehen werde. Nach Darstellung von Trump versuchte der israelische Ministerpräsident die USA davon zu überzeugen, sich nicht vom Krieg im Iran abzuwenden. Berichten zufolge wird Netanjahu Trump auch Geheimdienstinformationen über mutmaßliche Bemühungen des Irans vorlegen, seine militärischen Fähigkeiten wieder aufzubauen.
In den vergangenen Monaten galt das einst gute Verhältnis der beiden wegen der Differenzen im Irankrieg als belastet. Während Israel den Krieg in Medienberichten fortsetzte, lag Trumps Fokus zuletzt auf einer diplomatischen Lösung.
Netanjahu und Selenskyj halten sich anlässlich der Beerdigung des kürzlich verstorbenen US-Senators Lindsey Graham in der US-Hauptstadt auf. Der Republikaner galt als vehementer Unterstützer sowohl der Ukraine als auch Israels.