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Leverkusen – Es war der Aufreger beim Top-Spiel der Bundesliga zwischen Leverkusen und Freiburg (2:1). Teile der 2000 mitgereisten Gästefans sorgten kurz nach dem Anpfiff für eine mehrminütige Unterbrechung. Sie warfen Tennisbälle auf den Rasen und zündeten Rauchbomben. Die Freiburger Anhänger protestierten gegen Leverkusen, hielten ein großes Banner hoch. Die Aufschrift: „Fankultur eingeschränkt – Spielbetrieb unterbrochen – gegen Materialverbote.“

Freiburgs Trainer Julian Schuster (41) war stocksauer über das Verhalten. Er rannte Richtung Gästeblock und versuchte, die Fans zu beruhigen. Die Spielunterbrechung passte dem Erfolgscoach der Breisgauer überhaupt nicht.

Schuster kritisiert Spielunterbrechung

Auf BILD-Nachfrage erklärte Schuster: „Ich bin maximal offen für Proteste. Ich höre gerne zu und kann Verständnis entwickeln. Worüber ich kein Verständnis entwickeln kann, ist, Einfluss auf das Spiel zu nehmen. Das geht für mich zu weit, und das ist nicht in Ordnung. Ich unterstütze unsere tollen Fans gerne. Wenn es etwas gibt, mit dem sie nicht zufrieden sind, bin ich zu Gesprächen bereit. Aber man darf keinen Einfluss auf Spiele nehmen.“

Die Leverkusener Fans „unterstützten“ den Protest der Gästefans. Sie zeigten erneut ihr Protestplakat Richtung Klubspitze: „Bayer-04‑Verbotspolitik stoppen!“ Der Konflikt schwelt seit mehr als einem Jahr. Gegen Freiburg wurden in der Nordkurve mehrere Bengalos gezündet. „Fankultur ist Herzblut, keine Verhandlungssache – gegen Materialverbote“, lautete die Botschaft auf einem Banner der Bayer-Fans zu Beginn der zweiten Halbzeit.