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Altenau – Nach der Tragödie am Harzturm in Torfhaus (Niedersachsen) mit drei Toten herrscht im Ort tiefe Bestürzung. Nach bisherigen Informationen sprang eine Familie – Mutter, Vater und ihr kleiner Sohn – von der Aussichtsplattform mit Glasboden aus rund 45 Metern Höhe. Die Polizei hatte bereits mitgeteilt, dass nach aktuellem Ermittlungsstand kein Verschulden Dritter vorliegt. Zu den Hintergründen wird weiter ermittelt.

Am Unglücksort sind die Spuren der Tragödie noch deutlich zu sehen. Unterhalb des Turms markieren weiße Kreise der Spurensicherung die Stellen auf dem Rasen, an denen die drei Menschen aufschlugen. Direkt daneben liegen große Findlinge.

Viele Besucher sahen den Sprung

„Der Turm steht seit drei Jahren. So etwas ist noch nie passiert. Wir sind tief erschüttert“, so Altenaus Ortsbürgermeister Karl-Heinz Ehrenberg (74, parteilos) zu BILD. Nach seinen Angaben war die Familie mit einem Wohnmobil aus der Schweiz angereist. Der Sohn war noch im Kleinkindalter. Einer der beiden Erwachsenen hielt demnach das Kind im Arm, als die Familie sprang. Das Unglück erschütterte auch die Menschen im Gebäude neben dem Turm. Ein Mitarbeiter der Touristeninformation sagt: „Der Aufprall war sogar bei uns im Gebäudeinneren zu hören.“

Furchtbar: Viele Menschen mussten den Todessturz mit ansehen. Es war 16.45 Uhr, als die Familie über die Brüstung kletterte und sprang. Der Bürgermeister: „Der Harzturm war um diese Zeit gut besucht.“

Kommen zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen?

Der Harzturm gilt als beliebtes Ausflugsziel im Oberharz. Wann Besucher wieder auf die Aussichtsplattform dürfen, ist derzeit offen. „Wir werden im Rat über eventuelle zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen beraten“, kündigt Ehrenberg an. Die Hintergründe der Tragödie sind weiter unklar. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.