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Weingarten – Der Druck auf den CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Bareiß (51) wächst. Nach der Jungen Union Zollernalb fordert nun auch der Bezirksausschuss der Jungen Union Württemberg-Hohenzollern einstimmig: Der Politiker soll sein Bundestagsmandat niederlegen. Das sei der „politisch notwendige Schritt“, erklärte Vorsitzender Georg Riege (32). Bareiß soll Mitte Juli synthetische Betäubungsmittel zu sich genommen und einen schweren Unfall verursacht haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 51-Jährigen.

Ein Rückzug würde Bareiß aus Sicht des CDU-Nachwuchses die notwendige Ruhe geben, „sich ohne die Belastungen und Anforderungen des Mandats vollständig auf seine gesundheitliche Genesung zu konzentrieren“. Gleichzeitig betonte der CDU-Bezirksausschuss laut der Nachrichtenagentur dpa die persönliche Wertschätzung für den Politiker.

Anfang August hatte Bareiß in einer persönlichen Erklärung eine Auszeit und parteipolitische Konsequenzen angekündigt. Er bat um Entschuldigung und erklärte, sein Amt als Bezirksvorsitzender der CDU Württemberg-Hohenzollern ruhen zu lassen. Zur Wiederwahl will er nicht mehr antreten.

Bareiß zog sich bereits von Bezirksvorsitz zurück

Positiv bewerteten die Jungpolitiker, dass Bareiß bereits den Rückzug vom CDU-Bezirksvorsitz erklärt hat. Damit habe er den Weg für einen personellen Übergang an der Spitze des Bezirksverbandes freigemacht.

Am 12. Juli verunglückte Bareiß auf einer Bundesstraße schwer, als sein Auto mit einem anderen Wagen kollidierte und sich überschlug. Bareiß sowie drei weitere Beteiligte wurden mit teils schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Straßenverkehrsgefährdung und Körperverletzung, da der Unfall möglicherweise unter Drogeneinfluss geschehen ist. Seine Immunität als Abgeordneter wurde inzwischen aufgehoben, der Führerschein sichergestellt.

Bareiß sitzt seit 2005 im Bundestag und war von 2018 bis 2021 Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.