Norderney (Niedersachsen) – Dieses Strandgut war deutlich größer als üblich. Seltenes Bild am Ufer von Norderney: Direkt vor den Strandkörben steht auf dem Sand ein Segelschiff. Ein Sturm hatte es am Freitagabend an Land gespült. Offenbar hatte der Skipper bei starkem Wind und Hochwasser die Kontrolle über sein Boot verloren. Der Mann musste gerettet werden, kam danach in ein Krankenhaus.
Das acht Meter lange Segelschiff mit dem Namen „Filou“ war mittags – trotz 3,40 Meter Hochwassers (40 Zentimeter mehr als am Morgen zuvor) und Sturm – von der Nordseeinsel Juist aus gestartet (11 Kilometer Luftlinie entfernt). Bei bis zu zwei Meter hohen Wellen wurde das Boot an den Strand der Insel Norderney (Niedersachsen) getrieben und blieb im Sand stecken.
Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGZRS) stuft das Seegebiet als „anspruchsvoll“ ein. Dort wehte zum Unfallzeitpunkt ein kräftiger Wind. Der Mann soll die Kontrolle über sein Schiff verloren haben.
Der niederländische Skipper konnte nach dem Unglück sein Schiff nicht mehr alleine verlassen. Retter sicherten das Boot zunächst mithilfe des Seenotrettungskreuzers „Eugen“ ab. Schließlich gelangten sie mit einem Bagger an Bord, retteten den Mann und brachten ihn ins Krankenhaus.
Auch am Samstag lag das Boot noch am Nordstrand. Wie es wieder in die Nordsee gelangen soll, ist derzeit unklar. Denn für die kommenden Tage wird kein ausreichend hohes Wasser erwartet. Die Wasserschutzpolizei Emden hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen.