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Der 1. FC Kaiserslautern muss zum Saisonauftakt kurzfristig auf Paul Joly (26) verzichten. Der Außenverteidiger ist nicht verletzt – eine erst jetzt vom französischen Verband übermittelte Sperre zwingt ihn zum Zuschauen. Wie der Vorjahres-Sechste am Mittwochvormittag bekannt gab, steht Rechtsverteidiger Joly am Samstagabend für das Auswärtsspiel bei Absteiger VfL Wolfsburg (20.30 Uhr/live bei RTL und hier im Live-Ticker) nicht zur Verfügung.

Der Franzose war im vergangenen Sommer zunächst auf Leihbasis von der AJ Auxerre zu den Pfälzern gewechselt und im Mai nach insgesamt 30 Pflichtspielen fest verpflichtet worden. „Grund für die Sperre ist eine Verbandsstrafe, die der französische Fußballverband bereits in der Saison 2024/25 ausgesprochen hat, als Paul Joly noch Spieler von AJ Auxerre war“, schreiben die Lauterer in einer Mitteilung. „Da die Information zu dieser Verbandsstrafe erst jetzt an den Deutschen Fußball-Bund übermittelt wurde, kann diese erst jetzt angewendet werden.“

Joly wohl wegen Sportwetten gesperrt

Die Sperre ist offensichtlich nicht sportlicher Natur. In der besagten Saison sah der Verteidiger zwar eine Rote Karte, die hatte er allerdings bereits im Januar 2025 beim 0:0 gegen den Lille OSC gesehen und die anschließende Strafe unmittelbar im Anschluss abgesessen. Vielmehr lässt eine Mitteilung des französischen Ligaverbands (LFP) vom 15. Januar 2026 darauf schließen, dass es sich um einen Verstoß gegen Richtlinien im Umgang mit Sportwetten handelt.

Die LFP hatte Anfang des Jahres verkündet, im Anschluss an eine Sitzung des Disziplinarausschusses „Spieler und Trainer von Profivereinen zu sanktionieren, die das im Sportkodex und den Bestimmungen des FFF und der LFP festgelegte Verbot von Sportwetten für die Saison 2024/2025 nicht beachtet hatten“. In der Mitteilung nennt der Verband eine ganze Reihe an Spielern und Trainern, die bis zu sieben Spiele gesperrt wurden. In der Auflistung der für eine Partie gesperrten Akteure taucht dort Jolys Name auf. Welchen Verstoß der heutige FCK-Spieler begangen haben soll, geht aus dem Dokument nicht hervor, lediglich der Hinweis der Kommission, „dass es Profifußballern grundsätzlich untersagt ist, auf Fußballwettbewerbe jeglicher Art zu wetten, egal ob national oder international“.