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Unna (NRW) – Große Sorge um rund 1250 Arbeitsplätze! Nach der erneuten Pleite der Warenhauskette Galeria gerät auch das Großlager der Warenhauskette vom Logistik-Riesen Fiege in Unna in Not. Der Standort ist insolvent. Es ist der größte Arbeitgeber in der Region.

Nur wenige Wochen nach dem vierten Galeria-Insolvenzantrag Anfang Oktober steckt das Logistikzentrum Fiege in Unna nun ebenfalls in der Krise. Der Standort arbeitet exklusiv für Galeria. In Unna werden Waren für die 83 Galeria-Standorte gelagert und von dort in die Regale der Warenhäuser geliefert.

Was die Pleite für die Mitarbeiter bedeutet

Jetzt startet in Unna eine sogenannte Insolvenz in Eigenregie. Das bedeutet eine Sanierung des Standortes. Die Gehälter der Mitarbeiter übernimmt in den kommenden drei Monaten die Bundesagentur für Arbeit. Das Unternehmen bekommt so Zeit, sich neu zu organisieren. Ein Sprecher zu BILD: „Unser Ziel ist es, den Standort Unna und möglichst viele der rund 1250 Arbeitsplätze zu erhalten.“

So kam es zur Insolvenz

Die Lage ist schwierig: Galeria ist der einzige Kunde des Zentralwarenlagers. Nach BILD-Informationen hängt der Standort deshalb von dem Galeria-Insolvenzverfahren ab. Kommt es zu großflächigen Filialschließungen, wird auch der Standort in Unna nicht mehr zu halten sein. Doch genau das droht! 30 der insgesamt 83 Galeria-Filialen stehen aktuell vor dem Aus.

Wie es für das Unternehmen weitergeht

Noch ist der Kampf um das Logistikzentrum in NRW nicht verloren. Fiege und Galeria haben eine Fortführungsvereinbarung geschlossen. Sie sichert den laufenden Betrieb in Unna zunächst bis zum 31. Dezember 2026. Was danach passiert, ist offen.

Für Fiege beginnt deshalb die Suche nach einem Ausweg aus der Galeria-Abhängigkeit. Der Logistiker spricht nach eigenen Angaben gezielt potenzielle neue Kunden an, um das Lager künftig breiter aufzustellen. Einfach wird das nicht. Die Aussichten sind dabei mindestens eingetrübt. Ein Unternehmenssprecher zu BILD: „Angesichts der aktuellen konjunkturellen Rahmenbedingungen ist die Neukundenakquise jedoch anspruchsvoll und wird Zeit benötigen.“

Wer nicht betroffen ist

Die Insolvenz betrifft nicht die gesamte Fiege-Gruppe. Das Verfahren wurde ausschließlich für die Gesellschaften in Unna eingeleitet. Fiege ist ein Logistik-Riese mit weltweit 130 Standorten und etwa 21.000 Mitarbeitern.