Das ist ein großer Schlag für den Golfsport! Die Golf-Liga LIV hat ihren Spielbetrieb nach fünf Jahren eingestellt. Der saudi-arabische Staatsfonds hatte die Turnier-Serie in dieser Zeit mit rund 4,4 Milliarden Euro unterstützt. LIV-Geschäftsführer Scott O'Neil teilte mit: „LIV Golf hat Spaß gemacht, war anspruchsvoll, inspirierend und zeitweise herausfordernd – aber immer lohnend.“ Kurz zuvor sagten Jon Rahm, Sergio Garcia, Louis Oosthuizen und Tyrrell Hatton ihre Teilnahme an der Neuauflage LIV 2.0 ab.
2022 wurde die Liga als Konkurrenz zur PGA Tour und der DP World Tour gegründet. Die größten Namen des Sports wie Phil Mickelson, Bryson DeChambeau oder Dustin Johnson gingen an den Start. Auch der deutsche Top-Star Martin Kaymer spielte bis zuletzt bei Turnieren der Tour mit.
Auch deutscher Star-Golfer Kaymer dabei
Noch im Juni gab er ein Interview bei Sky und sprach über LIV Golf. Hintergrund: Im April dieses Jahres kündigte der saudi-arabische Staatsfonds an, die Liga nicht mehr zu finanzieren. Anschließend wurde nach einem neuen Hauptsponsor gesucht und mit BC Partners Credit gefunden. Das internationale Beteiligungsunternehmen wollte die Liga mit 300 Millionen Euro für die kommende Saison 2027 unterstützen. Zu diesem Zeitpunkt ging man davon aus, dass rund 30 Spieler an der Liga teilnehmen und mindestens zehn Turniere ausgetragen werden können. Doch dann sprang der neue Hauptsponsor ab. Im September stellte die Liga im Anschluss daran einen Insolvenzantrag.
Der zweifache Major-Turnier-Sieger sagte damals über ein mögliches Ende von LIV: „Das wäre schade. Viele würden wahrscheinlich lachen und sagen: ,War doch klar.‘ Das ist auch völlig in Ordnung. Aber ich habe sehr viel Energie und Leidenschaft in dieses Projekt investiert. Ich bin weiterhin überzeugt, dass LIV Golf ein Weg sein kann, den Golfsport voranzubringen. Ob wir diesen Weg langfristig weitergehen können, steht allerdings momentan in den Sternen.“
Jetzt steht fest: Der Weg ist endgültig vorbei.