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Frankfurt – Für die Länderspiele zum Jahresabschluss in Serbien (13.11.) und gegen Holland (16.11.) hat Bundestrainer Jürgen Klopp (59) seinen XXL-Kader um 20 auf 24 Spieler reduziert. Klopp: „Es war nach dem 44er-Kader im September schwer, diese Auswahl zu treffen, weil – und das ist eigentlich die gute Nachricht – es wieder mehr Spieler verdient hätten, dabei zu sein.“

Der Bundestrainer musste nach seinem Kader-Experiment offenlegen, auf wen er setzt – und auf wen erst mal nicht. BILD beantwortet die großen Klopp-Fragen.

Spielt Nick Woltemade (24) nie mehr für Deutschland?

Bei den ersten Klopp-Länderspielen stand der Juventus-Stürmer noch im Kader, jetzt fehlt er im Aufgebot gegen Serbien und Holland. Woltemade traf seit seinem Wechsel nach Italien nur dreimal in 14 Spielen, alle Treffer (davon zwei Elfmeter) erzielte er in der Europa League – bislang noch keines bislang in der Serie A.

Klopp sagte zu seiner Woltemade-Entscheidung: „Ich habe mit Nick auch gesprochen. Er hat bei Juventus gerade eine gute Phase, aber es läuft nicht komplett rund. Nick ist auf einem guten Weg, es geht ihm nur die absolute Torgefahr ab. Form schlägt alles andere und deshalb haben wir uns für die Jungs entschieden, die jetzt dabei sind.“

Bei Klopp gilt aber auch: Keiner ist bei ihm raus! Aber es gilt das Leistungsprinzip. Kai Havertz (27) ist bei Klopp im Sturm gesetzt, hat gerade mit seinem 45. Premier-League-Tor zum deutschen Rekordhalter Ilkay Gündogan (36) aufgeschlossen. Niclas Füllkrug (33) hat für Werder zwölf Saisontore erzielt, Eintrachts Younes Ebnoutalib (23) acht Pflichtspiel-Tore. Sie haben im Vergleich zu Woltemade die Nase vorn.

Wieso nimmt Klopp Barça-Star Karim Adeyemi (24) nicht mit?

Gegen Holland (1:1) stand Adeyemi 80 Minuten auf dem Platz, gegen Griechenland (0:1) 76 Minuten. Vorn blieb er glücklos, defensiv arbeitete er nicht konsequent mit. Derry Scherhant (23) überzeugte dagegen. Klopp will zudem Saïd El Mala (20) noch einmal ansehen. Während Adeyemi beim BVB mehr Spiele und Tore auf dem rechten Flügel (25 Tore in 52 Spielen) gegenüber dem linken (16 Tore in 43 Spielen) machte, spielt er bei Barca konsequent links. Dort ist er beim DFB aktuell nur die Nummer 3.

Wer waren die Klopp-Gewinner aus den ersten Länderspielen?

Die Freiburger Scherhant und Philipp Treu (25) sind die Klopp-Überraschungen, spielten sich als Debütanten sofort in die Startelf. Die Bayern Aleksandar Pavlović (22) und Tom Bischof (21) überzeugten ebenfalls. Obwohl nur Nummer 3 bei den Innenverteidigern, darf sich auch Waldemar Anton (33) vom BVB zu den Klopp-Gewinnern zählen.