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Bordeaux – Für Girondins Bordeaux bricht ein neues Kapitel an. Der sechsmalige französische Meister war in den letzten Jahren in gehörige finanzielle Schieflage geraten, wurde im Sommer in die 6. Liga zwangsversetzt. Jetzt wurde der Traditionsklub an einen neuen Eigentümer verkauft – für einen symbolischen Wert von 1 Euro.

Bordeaux teilte am Mittwochvormittag mit: „Der FC Girondins de Bordeaux gibt die Unterzeichnung einer Verkaufsvereinbarung zwischen dem Unternehmen von Gérard Lopez, dem derzeitigen Eigentümer des Vereins, und Park Bench bekannt. Diese Transaktion wird für einen symbolischen Euro unter Übernahme der Schulden abgeschlossen.“

Hier liegt der Knackpunkt für den Verkaufswert: Der US-amerikanische Investmentfonds Park Bench muss einen Millionenbetrag aufbringen, um den Klub zu sanieren. Französische Finanzexperten gehen von einer Summe von 18 Millionen Euro aus. Ein Großteil des Geldes muss aufgebracht werden, um 13 Millionen Euro an Schulden zu begleichen. Die Rückzahlung der Schulden wird auf zwölf Jahre gestreckt.

Lopez gibt Anteile nach fünf Jahren Misswirtschaft ab

Ein weiterer Teil der heute verkündeten Vereinbarung: Gérard Lopez, seit 2021 Eigentümer des Klubs, gibt seine Anteile komplett ab. Das Handelsgericht in Bordeaux muss der Klub-Übernahme noch zustimmen.

Fußball-Größen wie Zinédine Zidane (54), Bixente Lizarazu (56) und Johan Micoud (52) liefen einst für den Klub aus Südfrankreich auf, doch der Glanz aus alten Zeiten ist verblasst. 2024 gab der Klub in finanziell größter Not seinen Profi-Status auf, wurde damals in die 4. Liga versetzt. Wegen weiterer Zahlungslücken ging es im Juli nochmal zwei Ligen nach unten. Jetzt bereitet sich Girondins auf den Neustart in der sechstklassigen Régional 1 vor (erstes Saisonspiel am 17. Oktober).

Wer dabei helfen könnte, ist der ehemalige Bordeaux-Profi Benoit Trémoulinas (40). Der Linksverteidiger kommt aus der Bordeaux-Jugend, gehörte zur Meistermannschaft von 2009. Er könnte sieben Jahre nach seinem Karriereende noch einmal die Fußballschuhe schnüren und bot der Klubführung seine Dienste kostenlos an.