Düsseldorf – Die Übernahme von MediaMarkt und Saturn rückt näher. Der chinesische Onlinehändler JD.com steht kurz davor, die Muttergesellschaft Ceconomy der beiden Elektronikketten zu übernehmen. Gleichzeitig wird bereits sichtbar, wie sich die Märkte in den kommenden Jahren verändern sollen.
Vor allem Saturn steht vor einem großen Umbau. Die Marke soll nicht verschwinden, bekommt aber eine neue Rolle. Ab 2027 plant Ceconomy Saturn-Showrooms in MediaMarkt-Filialen. Dort sollen Technik-Neuheiten, Trends und hochwertige Produkte präsentiert werden. Für Kunden bedeutet das: Statt zwischen MediaMarkt und Saturn zu wählen, gibt es künftig beides unter einem Dach.
Der langsame Abschied von Saturn
Der Umbau des Unternehmens kommt nicht überraschend. Vor wenigen Jahren gab es in Deutschland noch rund 150 Saturn-Märkte. Heute sind es nur noch 27. Viele Standorte wurden bereits in MediaMärkte umgewandelt. Nach Angaben des Konzerns stieg der Umsatz an diesen Standorten anschließend um rund 10 Prozent.
MediaMarkt soll künftig die Hauptmarke bleiben. Saturn wird dagegen als Spezialmarke für Technik-Fans positioniert. Denkbar sind eigene Erlebnisbereiche für neue Geräte, exklusive Produkte oder besonders hochwertige Technik. Das Filialnetz von MediaMarkt bleibt dabei vorerst erhalten. Deutschlandweit betreibt der Konzern mehr als 400 Märkte. Europaweit sind es mehr als 1000 Standorte in elf Ländern. Weltweit beschäftigt Ceconomy rund 50.000 Mitarbeiter.
Saturn zieht bei MediaMarkt ein
Mit JD.com könnte auch mehr digitales Geschäft in die Märkte kommen. Der chinesische Konzern gehört zu den größten Onlinehändlern der Welt und steht kurz vor der Übernahme von Ceconomy. Die Genehmigungen aus Deutschland, Frankreich und Italien liegen bereits vor, weitere Entscheidungen stehen noch aus. Für Kunden ist der Trend dennoch klar: Der klassische Saturn verschwindet zunehmend aus den Innenstädten. Künftig soll die Marke vor allem als Technik-Erlebniswelt innerhalb der MediaMärkte weiterleben.