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Kommenden Samstag entscheidet die Berliner Linkspartei über die Machtübernahme in der Hauptstadt. Israels Botschafter Ron Prosor (68) warnt energisch vor den Folgen einer Rot-Grün-Rot-Regierung!

„Was in Berlin passiert, muss jeden beunruhigen, dem das Fortbestehen jüdischen Lebens in dieser Stadt am Herzen liegt“, sagt Prosor im Interview mit der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA): „Juden haben Angst, mit Davidstern und Kippa in die U-Bahn zu gehen. Jüdische Studenten fürchten sich auf dem Uni-Campus. Und jüdische Familien nehmen ihre Kinder aus öffentlichen Schulen, um sie zu schützen. Lippenbekenntnisse gegen Antisemitismus werden dieses Problem nicht lösen. Es braucht konkrete Maßnahmen, damit jüdisches Leben in Deutschland sicher und sichtbar gelebt werden kann.“

Linker Judenhass ist „geschickter“ als rechter

Der Judenhass der Linken mache ihm mehr Sorgen als Antisemitismus von Rechtsextremen: „Der linke Antisemitismus ist das Gefährlichste“, so der Botschafter. Und er erklärt, warum!

„Rechte Antisemiten sagen offen: ‚Wir sind gegen Juden, Schwarze und Schwule.’ Deutschland weiß juristisch und politisch sehr gut, wie man dagegen vorgeht“, so Prosor. „Der Antisemitismus von links ist geschickter. Im kulturellen und akademischen Bereich hat man die rote Linie zwischen Meinungsfreiheit und Aufhetzung längst überschritten. Ein jüdischer Künstler muss seine Identität in der Garderobe abgeben, um akzeptiert und nicht boykottiert zu werden. Denken Sie etwa an die Ausladung des Dirigenten Lahav Shani.“ Shani war im September 2025 vom Flandern-Musikfestival bei Brüssel ausgeladen worden wegen angeblich zu geringer Distanz zur israelischen Regierung.

Schon zuvor hatte Botschafter Prosor vor Extremisten in den Reihen der Berliner Linken gewarnt – etwa der Abgeordneten Vanessa Emde (45). Emde wirft Israel „Völkermord an der palästinensischen Bevölkerung“ vor und bestreitet das Existenzrecht des jüdischen Staates.