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Berlin – Rüstungs-Rumms an der Börse! Die Rheinmetall-Aktie ist am Mittwochmorgen um 17 Prozent im Vergleich zum Vortag abgerauscht. Lag der Preis für eine Aktie am Dienstag noch bei 1171 Euro, kostete sie am Mittwochmorgen zwischenzeitlich nur 973 Euro. Es ist der größte Tagesverlust des deutschen Rüstungsriesen seit 25 Jahren.

Grund für das Kursdebakel ist Boris Pistorius (66, SPD): Der Verteidigungsminister beendet laut übereinstimmender Medienberichte das XXL-Marine-Projekt zum Bau von F126-Fregatten. Rheinmetall stand kurz vor der Unterzeichnung eines Vertrags zur Übernahme des F126-Fregattenprogramms vom niederländischen Schiffbauer Damen. Wie zuerst der Spiegel berichtete, sollen statt der sechs geplanten Kriegsschiffe nun acht der kleineren Fregatten des Typs „Meko-200“ des deutschen Herstellers TKMS angeschafft werden. Die TKMS-Aktie stieg darauf um knapp 10 Prozent.

Rheinmetall-Aktie: 50 Prozent unter Allzeithoch

Im Zuge des Rheinmetall-Rumms gaben auch andere Rüstungsaktien in Deutschland und Europa nach. Hensoldt und Renk notieren jeweils gut 4 Prozent im Minus, in Mailand verliert Leonardo knapp 4 und in Paris Thales 2,2 Prozent. Händler erklären das auch mit dem ins Rollen kommenden Börsengang des Panzerherstellers KNDS. Die Erwartung: Anleger könnten innerhalb der Rüstungsbranche umschichten.

Die Rheinmetall-Aktie hat seit Monaten einen schweren Stand. Im Vergleich zum Höchststand im Oktober 2025 hat sie rund 50 Prozent verloren. Aber: Trotz des Absturzes am Mittwoch hat sich der Preis für die Aktie in den vergangenen drei Jahren vervierfacht. Rheinmetall wurde nach Russlands vollständiger Invasion der Ukraine im Februar 2022 zu einer der bei deutschen Anlegern meistgehandelten Aktien.