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Singapur – Wenn es regnet, passieren in der Formel 1 wundersame Dinge. Ein Fahrer verlässt im Auto die Strecke Richtung Innenstadt, ein anderer lenkt einfach mal in die falsche Richtung.

Der Sprint beim Großen Preis in Singapur ist ein absolutes Chaos-Rennen. Gerade mal 13 der 22 Autos kommen ins Ziel. Neun Ausfälle sind Rekord für einen Formel-1-Sprint. Sieger ist Max Verstappen (28) im Red Bull vor den Ferrari-Piloten Lewis Hamilton (41) und Charles Leclerc (28).

Für die kurioseste Aktion des Tages sorgt Verstappens Teamkollege Isack Hadjar (21). Der Franzose funkt in Runde 3 an seine Box: „Mein Motor ist tot.“ Gleichzeitig verlässt er die Strecke, fährt in Richtung Notausgang – und einfach immer weiter.

Als er an ein Gittertor kommt, schiebt ein Helfer das einfach zur Seite. Hadjars Renningenieur wird am Funk unruhig: „Stopp das Auto! Stopp! Stopp! Stopp das Auto hier!“ Ein Streckenposten rennt dem Red Bull mit ausgestreckten Armen hinterher. Weit außerhalb der Strecke stellt der Franzose das Auto ab.

Rookie Arvid Lindblad (19) sorgt im Racing Bulls für die nächste irre Aktion. Der Brite dreht sich auf der Strecke und kommt entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen. Weil er an der Stelle nicht drehen kann, fährt er einfach los in Richtung eines Notausgangs. Dabei kommen ihm mehrere Autos mit hoher Geschwindigkeit entgegen. Eine unfassbar gefährliche Aktion! Die Rennkommissare verkünden sofort: „Das schauen wir uns an!“

Formel 1: Im Sprint in Singapur: Lindblad fährt gegen die Fahrtrichtung

Was ist sonst passiert?

► Wegen des Regens verschiebt sich der Start um eine halbe Stunde. Die Fahrer vertreiben sich die Wartezeit auf unterschiedliche Art: Franco Colapinto (23/Alpine) und Liam Lawson (24/Racing Bulls) sitzen mit geschlossenen Augen in ihren Cockpits, versuchen einen Power Nap.

George Russell (28) foppt seinen Mercedes-Kollegen Kimi Antonelli (20) über Funk, gibt sich als sein neuer Renningenieur aus. Es dauert eine Weile, bis der Italiener dahinterkommt, dass ihm ein Streich gespielt wird.

Danach spielt Russell auch noch Türsteher. Arvid Lindblad (19/Racing Bulls), Gabriel Bortoleto (21/Audi) und Oliver Bearman (21/Haas) schauen in der Mercedes-Garage vorbei. Der Brite achtet spaßeshalber darauf, dass das Trio seinem Auto nicht zu nahe kommt.

► In der ersten Einführungsrunde klagt Oscar Piastri (25/McLaren): „Die Gischt ist extrem stark.“ Schon in der zweiten Runde gibt der Australier Entwarnung: „Es ist besser geworden.“

► US-Superstar Kim Kardashian (45) ist vor Ort, schaut in der Ferrari-Garage ihres Freundes Lewis Hamilton vorbei.

► Den Start gewinnt George Russell, er überholt Pole-Sitter Max Verstappen (28) im Red Bull. Der Mercedes-Fahrer verliert wenig später die Kontrolle und hämmert in die Wand. Charles Leclerc kann im Ferrari gerade ausweichen. Russell am Funk: „Verdammter Mist! Sorry, sorry, sorry!“

► Cadillac-Fahrer Sergio Perez (36) crasht in Lance Stroll (27/Aston Martin). Aus für beide Fahrer.

► In Runde 8 fährt Alex Albon (30) im Williams Audi-Pilot Bortoleto von hinten ins Auto. Danach knallt Valtteri Bottas (37) Albon ins Heck.

► Eine Runde später motzt Pierre Gasly (30/Alpine) über Nico Hülkenberg (39/Audi): „Er hat mich abgedrängt, hat mir keinen Platz gelassen.“

► Franco Colapinto verliert den Funkkontakt zur Alpine-Box, deshalb muss er sein Auto zur Sicherheit abstellen.

► In der letzten Runde crashen Piastri und Weltmeister Lando Norris (26) in den McLarens ineinander. Dadurch schießt Nico Hülkenberg auf Platz 7, sichert sich zwei Punkte.