TTS-Player überspringenArtikel weiterlesen

Hamburg – Lebensgefährliche Verfolgungsjagd durch Hamburg: Ein Audi rast am frühen Montagabend über eine Hauptverkehrsstraße. Zehn Streifenwagen und ein Polizeihubschrauber sind ihm auf den Fersen. Der Mann am Steuer erfasst bei seiner Flucht einen Radfahrer, der 20 Meter durch die Luft geschleudert wird.

Ein Zeuge hatte den silbernen Audi-Kombi auf der A7 im Raum Norderstedt beobachtet. Laut BILD-Informationen setzte er einen Notruf ab und meldete, dass der Fahrer möglicherweise betrunken sei. Er verfolgte den Audi und gab fortlaufend die Position an die Polizei durch.

Fluchtauto rast durch Hamburg

Als der Audifahrer die Beamten bemerkte, raste er zum Teil mit 190 km/h durch eine 80er-Zone, hängte den Streifenwagen ab. An der Abfahrt Volkspark bog er nach Hamburg ab.

Die Polizei aus Hamburg übernahm um 18.44 Uhr. Mit zehn Fahrzeugen verfolgte sie den Audi. Aus der Luft wurden die Beamten vom Polizeihubschrauber „Libelle“ unterstützt. Der Audi raste eine Hauptverkehrsstraße entlang, fuhr selbst in der Stadt mit knapp 100 km/h.

Radfahrer wird getroffen

Um 18.49 Uhr kam es dann zu einem schweren Unfall: Das Auto bog an einer Kreuzung bei Rot ab, fuhr über eine Verkehrsinsel und erfasste dabei einen Radfahrer. Der Mann und sein Fahrrad wurden 20 Meter durch die Luft geschleudert. Notärzte und Rettungskräfte versorgten den blutenden Radfahrer, brachten ihn schwer verletzt ins Krankenhaus. Er überlebte bloß, weil er einen Fahrradhelm trug. Nach BILD-Informationen soll der Mann Vater von zwei kleinen Kindern sein.

In dem Audi saßen drei Männer und eine Frau, nach BILD-Informationen kommen alle vier aus Polen. Sie wurden noch vor Ort festgenommen. Im Fahrzeug entdeckte die Polizei Drogen, vermutlich Crystal Meth. Ob der Fahrer unter Alkohol oder Drogen stand, muss jetzt eine Blutprobe ergeben.