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Pjöngjang (Nordkorea) – Ausgerechnet Putins Krieg gegen die Ukraine macht Nordkoreas Diktator Kim Jong-un reicher als jemals zuvor! Während westliche Sanktionen das Regime eigentlich wirtschaftlich austrocknen sollten, fließen inzwischen Milliarden nach Pjöngjang. Bis zu 22 Milliarden Dollar Einnahmen in ausländischer Währung (Devisen) soll Nordkorea zwischen 2022 und 2025 erzielt haben – rund viermal so viel wie in den vier Jahren zuvor.

Die Zahlen stammen aus einer Analyse von Bloomberg Economics. So viel Geld wie heute hatte Kim in seinen 15 Jahren als Diktator noch nie. Der Grund: Putins Krieg verschlingt gewaltige Mengen Munition. Russlands gewaltiger Munitionshunger machte Nordkorea zum gefragten Waffenlieferanten. Aus Kims Munitionslagern wurde plötzlich eine Goldgrube. Allein Putins Krieg spülte mehr als 14 Milliarden Dollar in Kims Kasse. Die übrigen knapp acht Milliarden Dollar stammen aus weiteren Einnahmequellen des Regimes, darunter Handel mit China, im Ausland arbeitende Nordkoreaner, IT-Dienstleistungen, Internetkriminalität sowie legale und illegale Exportgeschäfte.

Die größte Summe brachte die Munition: 9,12 Milliarden Dollar sollen mit Artilleriegranaten verdient worden sein. Hinzu kommen 2,38 Milliarden Dollar für schwere Artillerie, 1,27 Milliarden Dollar für ballistische Raketen sowie 849 Millionen Dollar für die Entsendung nordkoreanischer Soldaten nach Russland. Weitere 403 Millionen Dollar sollen aus sonstigen Geschäften wie Tourismus, Arbeitskräften und weiteren Militärlieferungen an Russland stammen.

Nach Schätzungen ukrainischer Geheimdienste deckte Nordkorea Ende 2025 sogar bis zu 50 Prozent des russischen Bedarfs an häufig verwendeter Artilleriemunition der Kaliber 122 und 152 Millimeter. Doch Kim verkaufte nicht nur Waffen. Er schickte auch zwischen 16.000 und 22.000 Soldaten für Putins Krieg nach Russland.

Kriegs-Geld für Kims Waffen-Arsenal

Kims Milliarden-Einnahmen nutzt er, um sein Atom- und Raketenprogramm auszubauen. In den vergangenen zwei Jahren präsentierte Nordkorea seine größten Kriegsschiffe aller Zeiten, modernisierte ballistische Raketen und profitierte dabei zusätzlich von Wissensaustausch mit Russland. Erst am Mittwoch meldeten Südkorea und Japan erneut den Abschuss einer mutmaßlichen ballistischen Rakete durch Nordkorea in Richtung Meer.