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Die neue Premier-League-Saison steht vor der Tür – und mit ihr eine neue Regel. Wie die englische Liga am Montagabend bekanntgab, soll die Regel das Zeitspiel der Torhüter eindämmen.

Konkret: Ist das Spiel wegen einer Torhüter-Verletzung unterbrochen, ist der Trainer der Mannschaft verpflichtet, einen Feldspieler zu benennen, der das Spielfeld verlässt. Dieser Spieler muss nach Wiederaufnahme des Spiels mindestens eine Minute lang außerhalb des Platzes bleiben. Verlässt innerhalb von zehn Sekunden nach der Spielunterbrechung kein Spieler das Feld, muss automatisch der Kapitän runter.

Klingt erst einmal drastisch, soll aber verhindern, dass Torhüter gerade in engen Spielen Verletzungen vortäuschen, um Zeit zu schinden. Die neue Regel läuft für die Saison 2026/27 zunächst als Pilotprojekt.

In der Bekanntgabe der Regel heißt es: „Der Versuch wird im gesamten professionellen Männer- und Frauenfußball in England umgesetzt und zielt darauf ab, Situationen zu regeln, in denen Torhüter-Verletzungen dazu genutzt werden, den Spielfluss zu stören, das Spiel zu verlangsamen oder Gelegenheiten für taktische Anweisungen zu schaffen.“

Ausnahmen für neue Torhüter-Regel in England

Aber: Bei der Testregelung wird es eine Reihe an Ausnahmen geben. Muss der Torhüter infolge eines Fouls behandelt werden, gilt die Regel nicht. Genauso wenig, wenn der Keeper mit einem Spieler (ob Mit- oder Gegenspieler spielt keine Rolle) zusammenprallt oder im schlimmsten Fall sogar blutet.

Erstmals wird die Regel schon am Samstag zum Einsatz kommen. Die Tranmere Rovers und der AFC Rochdale treffen in der ersten Runde des Liga-Pokals aufeinander, es ist das erste Pflichtspiel der englischen Saison. Auf der ganz großen Bühne tritt die Regel dann am 21. August in Erscheinung, wenn Meister Arsenal und Aufsteiger Coventry die neue Premier-League-Saison eröffnen.