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Die sportliche Rivalität ist riesig. Doch vor dem Ost-Kracher in der 2. Liga zwischen Dynamo Dresden und dem 1. FC Magdeburg am Sonntag (13.30 Uhr) richtet sich der Blick auch auf das Geschehen neben dem Platz.

Die Polizei wappnet sich für das Hochrisikospiel!

Der Grund: Beim letzten Duell im Januar in Magdeburg kam es zu schweren Ausschreitungen. Dabei wurden rund 70 Polizisten verletzt. Bis zu 250 vermummte FCM-Anhänger hatten Einsatzkräfte im Stadionumlauf attackiert, unter anderem flogen Sitzschalen, Gullydeckel und Pflastersteine. Zwei Männer sind inzwischen unter anderem wegen versuchten Mordes angeklagt.

Die Stadt Dresden stuft das erneute Aufeinandertreffen gemeinsam mit Polizei und Gastgeber ebenfalls als Hochrisikospiel ein. In ihrer Allgemeinverfügung verweist sie auf die „langjährige Rivalität“, den Derbycharakter und die Vorkommnisse beim Januar-Duell. Die Behörden warnen insbesondere vor möglichen Konfrontationen gewaltbereiter Fans, dem Abbrennen von Pyrotechnik sowie Raub- und Körperverletzungsdelikten.

Verschärfte Regeln rund ums Rudolf-Harbig-Stadion

Von 10.30 bis 17.30 Uhr gelten in einem festgelegten Bereich besondere Verbote. Betroffen sind unter anderem Pyrotechnik, Messer, Schutzwesten, Helme, Sturmhauben und Mundschutz. Die Verbotszone umfasst unter anderem den Lennéplatz, Teile der Parkstraße, Zinzendorfstraße, Grunaer Straße und Lennéstraße.

Auch das Sicherheitskonzept wurde angepasst. Mehrere Hundertschaften der Bereitschaftspolizei aus Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie der Bundespolizei werden am Sonntag in Dresden im Einsatz sein. „Unter dem Motto 'Fair geht vor' appellieren wir an alle Beteiligten, sowohl auf dem Spielfeld als auch im Umgang zwischen den Fans beider Mannschaften und der Polizei respektvoll und fair miteinander umzugehen. Bitte begegnen Sie den Anhängern der gegnerischen Mannschaft sowie den eingesetzten Polizeikräften mit Höflichkeit und Respekt“, heißt es in einem Fanbrief der Polizei.

Bahn setzt Entlastungszug für FCM-Fans ein

Auch die Anreise der rund 2700 erwarteten Magdeburger Fans wird speziell organisiert. Die Deutsche Bahn setzt für die FCM-Anhänger einen Entlastungszug ein, der um 8.22 Uhr in Magdeburg startet und mit Halt in Zerbst, Rodleben und Lutherstadt Wittenberg bis nach Dresden durchfährt. Die Bundespolizei rät von der Anreise mit regulären Nahverkehrszügen über Leipzig aufgrund von Kapazitätsproblemen sowie einer strikten Fantrennung ab. Hintergrund: Am Sonntag spielt FCM-Rivale Hallescher FC fast zeitgleich bei Erzgebirge Aue.

Pkw und Kleinbusse mit Magdeburger Fans sollen diesmal nicht ins Ostragehege fahren, sondern den Kaufpark Nickern ansteuern. Von dort sind Shuttle-Busse zum Stadion vorgesehen.