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Das war’s! Deutschland ist raus! Die Nationalmannschaft verliert im Sechzehntelfinale gegen Paraguay nach Elfmeterschießen mit 4:5 (0:1, 1:1) – und verabschiedet sich trotz kurzer Hoffnung mit einem desaströsen Auftritt aus dem WM-Turnier. Ausgerechnet im ersten WM-K.o.-Spiel seit dem Titel 2014 zeigt die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) über weite Strecken eine absolute Nicht-Leistung. Langsam. Langweilig. Lethargisch. Es ist der nächste deutsche Fußball-Albtraum!

Nach 120 Minuten steht es 1:1 und es kommt zu Elfmeter-Drama:

0:0 Deutschland fängt an, Havertz vergibt

0:1 Mauricio bringt Paraguay in Führung

1:1 Kimmich verwandelt

1:2 Gomez schießt flach nach rechts, wieder die Führung für Paraguay

2:2 Musiala zittert den Ball ins Tor

2:3 Galarza bleibt cool und schickt Neuer in die falsche Ecke

2:3 Woltemade vergibt, Gill hat die Ecke

2:3 Sanabria hat den Sieg auf dem Fuß, schießt den Ball aber links am Tor vorbei

3:3 Amiri trifft, hält Deutschland im Spiel

3:3 Balbuena vergibt den Schuss zum Sieg, Neuer hat die Ecke

3:3 Aber Tah schießt drüber…

3:4 Canale verwandelt den dritten Matchball, Deutschland ist raus!

Zuvor: Deutschland hat von Beginn an meistens den Ball, aber gegen tiefstehende Paraguayer fällt der DFB-Elf erschreckend wenig ein. In der 41. Minute der erste Schock: Deutschland bekommt den Ball nach einer Ecke nicht sauber geklärt. Miguel Almirón lässt Nathaniel Brown mit einem Wackler stehen und spielt weiter auf Galarza. Der flankt in den Strafraum, dort läuft Julio Enciso perfekt ein – und köpft den Ball ins Netz. Ausgerechnet Enciso! Der Paraguay-Star ist nur 1,68 Meter groß.

Der große Traum vom langen WM-Sommer wackelt bedenklich. Dabei hatte Nagelsmann vor dem Spiel noch eine überraschende Entscheidung getroffen: Jamal Musiala (23) musste zunächst auf die Bank, dafür durfte Deniz Undav (29) neben Kai Havertz (27) stürmen, sollte für mehr Wucht sorgen. DFB-Direktor Rudi Völler erklärte vor dem Anpfiff im ZDF: „Die Nation wollte es schon relativ lange, jetzt ist er halt drin.“ Nagelsmann sagte: „Deniz hat es sich verdient.“

Undav-Plan funktioniert nicht

Doch der Plan mit der Doppelspitze zündet erst einmal nicht. Undav hängt in der ersten Halbzeit völlig in der Luft. Bis zur Trinkpause kommt der Stuttgarter nur auf vier Ballkontakte, zur Halbzeit auf acht. Jürgen Klopp fordert zur Halbzeit: „Undav darf sich auch gerne mehr um den Ball bemühen.“ Doch in der 63. Minute ist schon Schluss für den Stürmer, Musiala ersetzt ihn.

Auch zur Pause reagiert Nagelsmann schon und bringt Leon Goretzka für Felix Nmecha. Und neun Minuten später ist Deutschland zurück: Florian Wirtz schlägt eine Flanke aus dem Halbfeld, Havertz steht im Strafraum goldrichtig, lässt den Ball nur über den Schädel rutschen – 1:1! Viel passiert nicht mehr, es geht in die Verlängerung. Statistik am Rande: Deutschland geht zum 12. Mal bei einer WM in eine Verlängerung, so oft wie kein anderes Team!

Die DFB-Elf drückt und erzielt die vermeintliche Erlösung: Nach einer Brown-Ecke steigt Abwehr-Boss Tah am höchsten und plötzlich ist der Ball drin (102.). Doch der VAR meldet sich und nimmt den Treffer zurück, ein Kuschel-Block von Waldemar Anton am Paraguay-Torwart ist der Grund für die Entscheidung. Selbst Dirk Nowitzki schreibt auf X: „Das ist kein Foul.“

Nach 120 Minuten geht es ins Elfmeterschießen und die Vorzeichen stehen gut: Deutschland gewann in seiner WM-Geschichte alle 4 Elfmeterschießen! Doch am Ende versenkt Canale den entscheidenden Elfmeter, ein Treffer, der Deutschland endgültig aus dem Turnier reißt. Wie 2018 und 2022 scheiterte die deutsche Mannschaft in der Runde der letzten 32 – bei den vergangenen beiden Weltmeisterschaften war dies die Gruppenphase, nun die erste K.-o.-Runde.